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Klima-BarometerDas co2online Klima-Barometer zeigt, dass jeder Zweite seinen Energieverbrauch regelmäßig kontrolliert. Die steigende Befürwortung digitaler Verbrauchszähler scheint daraufhin naheliegend. Das Interesse für den Klimaschutz hingegen sank im ersten Quartal dieses Jahres.
Berlin (red) - Das Klima-Barometer ermittelt quartalsweise die Einstellung der Bevölkerung gegenüber aktuellen Themen zum Klimaschutz, Klimawandel und zur Energiesituation sowie das öffentliche Interesse an diesen Themen. Viele Verbraucher kontrollieren schon jetzt ihren Energieverbrauch mehrmals im Jahr und sind dazu bereit, künftig intelligente Stromzähler einzusetzen. Das sind die zentralen Umfrage-Ergebnisse des aktuellen Klima-Barometers von co2online. 43 Prozent der Umfrage-Teilnehmer geben an, dass sie monatlich oder sogar täglich ihren Energieverbrauch kontrollieren.
Die Ergebnisse zeigen auch, dass die Akzeptanz von intelligenten Zählern zur Verbrauchsmessung, so genannte Smart Meter, bereits weit verbreitet ist. 76 Prozent der Befragten ist bereit, digitale Zähler, die mit Beginn des Jahres 2010 in Neubauten zur Pflicht wurden, zu installieren. Die Mehrheit (45 Prozent) würde dies auf jeden Fall tun und die übrigen Befragten dann, wenn die Zählerstände ihnen als Nutzer auch zur Verfügung gestellt und nicht nur an den Versorger übermittelt werden würden. Vorbehalte wegen der Gefahr von Datenmissbrauch scheinen für die Befragten nur eine untergeordnete Rolle zu spielen. "Das ist bemerkenswert", meint der Projektleiter des Klima-Barometers, Dr. Malte Friedrich, "gilt doch in der öffentlichen Diskussion bisher der Datenschutz als eines der zentralen Probleme von intelligenten Zählern. Für die Verbraucher selbst steht der Datenschutz der Nutzung von Smart Metern offensichtlich nicht entgegen."
Dem hohen Interesse am persönlichen Energieverbrauch im Haushalt steht ein gesunkenes öffentliches Interesse am Thema Klimaschutz gegenüber. Im ersten Quartal 2010 nahm das Klimaschutzinteresse deutlich gegenüber dem Vorquartal ab, wie der Index des aktuellen Klima-Barometers zeigt. Der Indexwert, der aus vier Indikatoren gebildet wird, fällt von 110 auf 68 Punkte (Durchschnitt: 100 Punkte). Vor allem die Medienberichterstattung zum Kopenhagener Klimagipfel hatte im vierten Quartal 2009 zu einem hohen Indexwert geführt. Die Kritik an der Arbeit des Weltklimarates (IPCC) sowie der unklare Ausgang des Gipfels und die daraufhin gesunkene Berichterstattung werden zum Teil dafür verantwortlich gemacht.
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