Statistik

Verbraucher kauften 2006 mehr Heizöl und Holz als im Vorjahr

Der Absatz von Heizöl ist 2006 in Südwestdeutschland gegenüber dem Vorjahr um acht Prozent auf 9,2 Tonnen gestiegen. Dies teilte der Vorsitzende des Verbands für Energiehandel Südwest-Mitte (VEH), Rudolf Bellersheim, am Mittwoch in Mannheim mit. Der Holzverbrauch stieg um 20 Prozent.

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Mannheim (ddp-rps/sm) - Noch im Frühjahr 2006 hätten die Verbraucher deutlich weniger Vorräte angelegt, sagte Bellersheim. Nach dem Preissturz im September und wegen der bevorstehenden Mehrwertsteuererhöhung hätten viele Kunden dann aber wieder eine Vollbetankung gewünscht.

Vor allem Standard- und Super-Heizöl waren gefragt. Dem VEH zufolge hat dagegen das umweltfreundlichere schwefelarme Heizöl nur fünf Prozent Marktanteil. Dies soll sich nach dem Willen der Regierung ändern. Ab 2009 sollen Standard- und Superheizöl stärker besteuert werden.

Zum Jahresanfang kostete der Liter Premium-Heizöl dem VEH zufolge bei einer Abnahme von 3000 Litern 60 Cent. Im Dezember habe der Preis bei 58 Cent gelegen, vier Cent weniger als im Vorjahreszeitraum. Mit 20 Prozent Preisunterschied zum Gas behaupte sich Öl als preiswerter Brennstoff.

Besonders im Trend bei den Brennstoffen liegt nach Angaben des VEH außerdem Holz. Bundesweit seien rund 25 Millionen Festmeter verbraucht worden, 20 Prozent mehr als im Vorjahr. Vor allem Holzpellets seien gefragt. Der Verband erwartet, dass es bis Jahresende bundesweit rund 70 000 Pelletheizungen geben wird, vor allem in Süddeutschland. Im vergangenen Jahr kostete dem VEH zufolge eine Tonne des Brennstoffs durchschnittlich 150 Euro, in diesem Jahr 260 Euro.

Der VEH betreut die Bundesländer Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, Hessen, Saarland und Thüringen.