EU-Vermarktungsverbots

Verbraucher hamstern weiter Glühlampen

Das vom 1. September an geltende EU-Vermarktungsverbot für Glühlampen führt offenbar zu Hamsterkäufen. Statt auf energiesparende Produkte zu wechseln, decken sich viele Verbraucher laut einem "Spiegel"-Bericht derzeit massiv mit den herkömmlichen Lampen ein.

Strompreise© Gina Sanders / Fotolia.com

Berlin (afp/ddp/red) - Bundesweit nahm der Absatz an Glühlampen zwischen Januar und April um 20 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum zu, wie das Magazin unter Berufung auf die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) berichtet. Das Geschäft mit Energiesparlampen schrumpfte dagegen um zwei Prozent. Vor allem Baumärkte beobachten demnach einen regelrechten Run auf Glühlampen.

Das Glühlampen-Vermarktungsverbot, das die EU Ende vergangenen Jahres beschlossen hat, um ihre Energieeffizienz- und Klimaschutzziele zu erreichen, tritt stufenweise in Kraft. Vom 1. September an werden zunächst die 100-Watt-Birnen sowie sämtliche matten Exemplare ausgemustert. Ein Jahr später folgen die Modelle mit 75 Watt und 2012 die Glühlampen mit 25 Watt.

Umweltschützer raten zu Energiesparlampen

Umweltschützer warnen Verbraucher seit Monaten davor, sich noch mit Glühlampen einzudecken. Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) erklärte: "Wer jetzt panikartig Glühlampen hamstert, könnte sich - besonders wenn die Strompreise weiter steigen - später ärgern. Über die Nutzungsdauer von bis zu zehn Jahren sparen Energiesparlampen richtig Geld", sagt der BUND.

Quelle: AFP

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