Strom-News
"Atomausstieg selber machen"Umweltverbände rufen in Zusammenhang mit dem umstrittenen Bau eines Atomkraftwerks in Bulgarien zum Boykott von RWE auf. "Wenn RWE hier investiert, zeigt der Konzern, wie wenig ihm die Sicherheit und Gesundheit europäischer Bürgerinnen und Bürger wert ist", erklärte der Generalsekretär des Deutschen Naturschutzrings, Helmut Röscheisen.
Berlin (AFP/sm) - Die Initiative "Atomausstieg selber machen", der 21 Umwelt- und Verbraucherverbände angehören, rief dazu auf, Kunden sollten "jetzt Nein zu RWE sagen und den Stromanbieter wechseln". Gute Alternativen seien die von Atomkonzernen unabhängigen Ökostromanbieter LichtBlick, Greenpeace Energy, Elektrizitätswerke Schönau und Naturstrom.
RWE hatte am Freitag den Zuschlag als strategischer Investor für den Bau des Atomkraftwerkes Belene in Bulgarien erhalten. Die Anlage ist auch deswegen umstritten, weil sie in einem Erdbebengebiet liegt. "Mit seinem Einstieg hilft RWE dem Belene-Projekt auf die Sprünge, denn die Finanzierung ist bisher die Achillesferse des Vorhabens", erklärte Regine Richter, Energieexpertin bei der Umweltorganisation urgewald. Sie verwies darauf, dass zwölf internationale Banken eine Beteiligung an dem Projekt schon wegen der damit verbundenen Gefahren und wegen Protesten abgelehnt hätten. "Atomkraft ist eine Hochrisikotechnologie und hat gerade in Erbebengebieten nichts zu suchen", warnte Röscheisen.
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Besorgte Bürger können ab Montag die Unterlagen für die geplante Errichtung von zwei weiteren Kernkraftwerksblöcken am tschechischen Standort Temelin einsehen. Das ist sowohl im Internet als auch vor Ort in verschiedenen Behörden möglich.
Fünf Wochen nach dem Start ihrer Protestfahrt mit einem Floß auf der Elbe sind Robin Wood-Aktivisten am Freitag am Ziel in Hamburg eingetroffen. Bei ihrer Ankunft im Hamburger Hafen entrollten sie an einer Kaimauer ein Transparent mit der Aufschrift "Gegen Kohle und Atom - Die Zukunft ist erneuerbar".
Der Autokonzern Daimler und der Stromversorger RWE planen eine groß angelegte Elektroauto-Offensive. Nach Informationen der "Financial Times Deutschland" sollen für eine Flotte von Elektro-Smarts in Berlin und anderen europäischen Metropolen Netze mit Ladestationen aufgebaut werden.
Erstmals wird der Schülerwettbewerb NATURpur-Award der HEAG Südhessische Energie AG (HSE) hessenweit ausgeschrieben. Dazu werden im gesamten Bundesland 850 mehr Schulen und Lehrer von Energieunternehmen informiert. Den Siegern winken Preisgelder von insgesamt 10.000 Euro.
Die Bundesnetzagentur hat knapp 40 Stromnetzbetreibern Bußgelder von insgesamt rund 1,7 Millionen Euro angedroht, sollten die Unternehmen nicht ihre Geschäftsprozesse beim Stromanbieterwechsel verbessern. Die behördlichen Vorgaben für die Netzbetreiber seien immer noch unvollständig oder fehlerhaft umgesetzt, kritisierte die Agentur.Strompreise vergleichen
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