Wachstumsbranche

Verbände fordern: Solarstandort Deutschland sichern und stärken

Auch nach den Wahlen sollen die Politiker in Deutschland die Markterschließung der Solartechnik weiter beschleunigen. Das haben jetzt die Spitzenverbände der Solarindustrie gefordert, die sich jedoch generell mit den derzeitigen Rahmenbedingungen zufrieden zeigten. Deutschland hätte die Chance, der weltweit führende Ausrüster zu werden.

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Vertreter der Spitzenverbände der Solarindustrie haben jetzt an alle Parteien appelliert, die Markterschließung der Solartechnik nach den Wahlen weiter zu beschleunigen, den Produktionsstandort Deutschland zu stärken und eine Exportoffensive für Solaranlagen zu ermöglichen.

Rahmenbedingungen wie das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) hätten in den letzten Jahren zur Schaffung von 18 000 neuen Arbeitsplätzen in der Solarbranche geführt und Investitionen in Höhe von über fünf Milliarden Euro in Produktions- und Anlagentechnik ausgelöst. Vom Solarboom profitiere insbesondere der Mittelstand und Handwerksbetriebe, die bereits über 500 000 Solaranlagen auf deutschen Dächern errichtet haben. Carsten Körnig, Geschäftsführer der Unternehmensvereinigung Solarwirtschaft: "Unseren Markt- und Technologievorsprung müssen wir jetzt weiter ausbauen, vorbehaltslos und ohne Boxenstopp. Deutschland hat die Chance, der weltweit führende Ausrüster für erneuerbare Energie-Anlagen zu werden."

"Das Marktwachstum der vergangenen vier Jahre hat zu einem richtigen Innovationsschub in der Solartechnik geführt", sagt auch Gerhard Stryi-Hipp, Geschäftsführer des Deutschen Fachverbandes Solarenergie. "Dabei sind nicht nur die Solaranlagen günstiger und effizienter geworden. Mit den neuen Solarfabriken ist auch die Produktivität gestiegen. Setzt sich dieser Aufschwung fort, werden bis zum Jahr 2010 weit über 100 000 Arbeitsplätze in der Solarbranche entstehen."

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