Überrascht

ver.di nicht einverstanden mit Verkauf von RWE Umwelt

Die Gewerkschaft ver.di zeigte sich überrascht von der unvorhergesehenen Ankündigung des Vorstandes der RWE AG, sich mittelfristig vom Kerngeschäftsfeld Umwelt zu trennen. Solche Entscheidungen könnten nicht ausschließlich an fiktive Renditeerwartungen geknüpft werden. Geht es nach ver.di, sollte der Verkauf gestoppt werden.

Stromzähler© Gina Sanders / Fotolia.com

Berlin (red) - Eine Zustimmung der Arbeitnehmerseite für einen möglichen Verkauf des Kerngeschäftsfelds Umwelt im Energiekonzern RWE müsse an klare Bedingungen geknüpft werden, erklärte der ver.di-Vorsitzende Frank Bsirske kürzlich im Aufsichtsrat der RWE AG. Absolute Priorität habe die Sicherung der 13 500 Arbeitsplätze im Bereich der RWE Umwelt AG, betonte er.

Bei einem potentiellen Investor müsse sichergestellt werden, dass die für den Umweltbereich abgeschlossenen Tarifverträge zu Arbeits- und Sozialbedingungen auch nach einem Verkauf weiter gelten. Gleichzeitig zeigte er sich überrascht über die unvorhergesehene Ankündigung des Vorstandes der RWE AG zur geplanten strategischen Neuausrichtung der RWE und der damit verbundenen mittelfristigen Trennung vom Kerngeschäftsfeld Umwelt. Solche Entscheidungen könnten nicht ausschließlich an fiktive Renditeerwartungen geknüpft werden, die die tatsächlichen Gegebenheiten einer Branche völlig außer Acht ließen, argumentierte ver.di. Zudem würde ein Verkauf die enge Bindung zu den Kommunen nachteilig beeinflussen.

ver.di forderte, dass das Geschäftsfeld Umwelt als Ganzes erhalten bleibt und bis zu einem möglichen Verkauf mit genügend Investitionsmitteln ausgestattet wird, um auf die entsprechenden Gegebenheiten des Marktes jederzeit reagieren zu können. Außerdem sollte der geplante Verkauf der gut positionierten internationalen Umweltaktivitäten gestoppt werden.