Vattenfall Europe

VEAG und HEW verschmelzen

Jetzt wird es ernst - die "Neue Kraft" kommt. Die Aufsichtsräte von HEW und VEAG haben heute der Ausgliederung von Teilbetrieben und die Verschmelzung zu einem gemeinsamen Unternehmen beschlossen. Damit könne, laut HEW-Chef Rauscher, die Fusion von HEW, Bewag, VEAG und LAUBAG ein Jahr früher als geplant vollzogen werden.

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Langsam nimmt die "Neue Kraft" im Osten Deutschlands Konturen an: Sowohl der Aufsichtsrat der Hamburgischen Electricitaets-Werke AG (HEW), als auch der Aufsichtsrat der Vereinigte Energiewerke AG hat heute beschlossen, Teilbetriebe auszugliedern und mit dem jeweils anderen Unternehmen zu verschmelzen.

Die HEW wird aus diesem Grund alle operativen Bereiche (Vertrieb, Verteilnetz und Fernwärme) in die bereits bestehende "Erste HEW Verwaltungs AG" ausgliedern. Diese Gesellschaft wird umbenannt und ihr Geschäft als Hamburgische Electricitaets-Werke AG weiterführen. In der künftigen Holdinggesellschaft Vattenfall Europe AG werden unter anderem die Beteiligungen an der LAUBAG (100 Prozent), der Bewag (etwa 89 Prozent) sowie die Beteiligungen an den Kernkraftwerken verbleiben. Ferner werden die aus der VEAG ausgegliederten Bereiche Vattenfall Europe Generation (Erzeugung), Vattenfall Europe Transmission (Übertragungsnetz) sowie Vattenfall Europe Sales (Vertrieb) der Holding direkt unterstellt.

Dr. Klaus Rauscher, Vorstandsvorsitzender der HEW und designierter Vorstandsvorsitzender der Vattenfall Europe AG, erklärte im Anschluss an die Aufsichtsratssitzung: "Mit seinen Entscheidungen hat der HEW-Aufsichtsrat den Weg frei gemacht für einen neuen wettbewerbsfähigen Konzern. Damit ist es möglich, die Fusion von HEW, Bewag, VEAG und LAUBAG zu Vattenfall Europe noch in diesem Jahr - und damit ein Jahr früher als ursprünglich geplant - zu vollziehen. Die HEW wird innerhalb des Konzerns ein starkes Unternehmen in und für Hamburg bleiben."

Nach der LAUBAG hat sich zudem nun auch der Aufsichtsrat der VEAG für Cottbus als gemeinsamen Standort der Verwaltung von Kraftwerken und Tagebauen ausgesprochen. In diesem Zusammenhang wurde im Rahmen eines Tarifvertrages zur sozialpolitischen Begleitung der Bildung von Vattenfall Europe vereinbart, dass betriebsbedingte Kündigungen für Mitarbeiter von Bewag, HEW, LAUBAG und VEAG bis 2007 ausgeschlossen werden. Bis zur einvernehmlichen Einführung anderer Regelungen sollen zudem die bisherigen Tarifbedingungen und Betriebsvereinbarungen fortgelten.