Aufsichtsrat tagte

VEAG steigerte Stromabsatz um acht Prozent - Änderung im Vorstand

Die Vereinigte Energiewerke AG blickt auf ein erfolgreiches Jahr zurück - sowohl im Stromabsatz als auch im Stromhandel hat man zulegen können. Die Stromerlöse stiegen um 90 Millionen Euro auf 1,63 Milliarden Euro.

Stromtarife© Andre Bonn / Fotolia.com

Die VEAG Vereinigte Energiewerke AG, Berlin, hat laut ihrem gestern im Aufsichtsrat vorgestellten vorläufigen Konzernabschluss im Jahr 2001 ihren Stromabsatz um acht Prozent auf 58,7 Milliarden kWh steigern können. Rund 80 Prozent des Zuwachses wurden durch höhere Lieferungen in Ostdeutschland erzielt. Auch im Stromhandel war VEAG im vergangenen Jahr erfolgreich: Die Stromerlöse stiegen insgesamt um 90 Millionen Euro auf 1,63 Milliarden Euro.

Daraus und durch weitere Kostensenkungen ergibt sich im Vorjahresvergleich eine Ergebnisverbesserung von 90 Millionen Euro, das vorläufige Gesamtergebnis beträgt demnach vor Inanspruchnahme der Drohverlustrückstellung voraussichtlich minus 220 Millionen Euro. Nach Inanspruchnahme der Drohverlustrückstellung sowie durch zusätzliche Auflösungen wird ein Jahresüberschuss von 239 Millionen Euro erwartet. Das Jahresergebnis soll in vollem Umfang den Rücklagen zugeführt werden, um die Eigenkapitalbasis zu stärken.

Im zurückliegenden Jahr wurden die Investitionen in VEAG-Kraftwerke und das Netz weitergeführt, sie beliefen sich auf 292 Millionen Euro. Mit 1060 MW Leistung errichtet die VEAG derzeit das größte Pumpspeicher-Kraftwerk Deutschlands; in Lauta hat bereits im Herbst der Bau einer thermischen Abfallbehandlungsanlage begonnen. Anfang März soll eine offizielle Grundsteinlegung stattfinden.

VEAG-Kraftwerksvorstand Dr. E. h. Eckhard Dubslaff wertete den vorläufigen Abschluss des Geschäftsjahrs als Beleg dafür, dass die VEAG auf ihre wichtige Rolle im Erzeugungsbereich von Vattenfall Europe gut vorbereitet sei und neben modernen Anlagen auch eine weiter wachsende Leistungsfähigkeit in das neue Unternehmen einbringen werde.

Zum 31. Dezember des vergangenen Jahres beschäftigte der VEAG-Konzern 5602 Mitarbeiter. Dies ist im Vorjahresvergleich ein Rückgang um 7,1 Prozent. Betriebsbedingte Kündigungen konnten auch im vergangenen Jahr vermieden werden. Auch in 2001 war VEAG mit 667 Auszubildenden der größte Ausbildungsbetrieb Ostdeutschlands. Nahezu jeder Azubi (96 Prozent) fand nach Abschluss der Ausbildung eine Beschäftigung, über die Hälfte wurde - zunächst befristet - bei der VEAG eingestellt. Nach Auffassung von VEAG-Arbeitsdirektor Dr. Hermann Borghorst ist im Personalbereich damit die Balance zwischen weiterhin notwendigen Anpassungsprozessen und zukunftsorientierter Personalarbeit gelungen.

Als neues Mitglied des Vorstandes für den Kraftwerksbereich wurde Reinhardt Hassa zum 1. März 2002 bestellt. Hassa ist derzeit Vorstandsmitglied beim Helmstedter Braunkohleförderer und Energieerzeuger BKB und war bereits in der Vergangenheit bei der VEAG und ihren Vorläufern in leitenden Funktionen beschäftigt. Der Aufsichtsrat stimmte dem Ausscheiden des amtierenden VEAG-Kraftwerksvorstands Dr. E. h. Eckhard Dubslaff mit Ablauf des 30. April 2002 in den Ruhestand zu.

Der Aufsichtsrat stimmte der Beendigung der Tätigkeit als VEAG-Vorstandsmitglied durch Gottfried Spelsberg-Korspeter mit Ablauf des 7. Februar 2002 zu, der sich neuen beruflichen Aufgaben zuwenden will. Hubert Marbach wurde zum 8. Februar 2002 zum Vorstandsmitglied der VEAG bestellt. Herr Marbach ist gleichzeitig Vorstandsmitglied der LAUBAG.

Jürgen Stotz wurde durch die Hauptversammlung als neues Mitglied in den Aufsichtsrat gewählt.