VEAG für neuen Stromkonzern unter einem Dach

Netzausbau Ökostrom© Gina Sanders / Fotolia.com
Das ostdeutsche Stromunternehmen VEAG spricht sich vor dem Hintergrund der aktuellen Diskussion für die Bildung einer neuen Stromgruppe mit klaren Strukturen aus. Der angestrebte große Energiekonzern um die Versorgungsunternehmen VEAG und LAUBAG und gegebenenfalls ENVIA und MIBRAG müsse gemeinsam mit den neuen Gesellschaftern die gesamte Wertschöpfungskette des Energiegeschäfts abdecken. Dies betonte der VEAG-Vorstandsvorsitzende Jürgen Stotz. Das neue Unternehmen habe am Markt nur dann eine Chance, wenn es aus einem Guss sei, so Stotz.


Er trat damit Überlegungen entgegen, nur einen losen Energieverbund ohne Holdingstruktur zu schaffen. Ohne starke Führung und einheitliche Eigentumsverhältnisse würden zwangsläufig Reibungsverluste und Schnittstellenprobleme auftauchen. Dies gelte für die gesamte Wertschöpfungskette von Bergbau und Erzeugung über Verteilung und Übertragung bis hin zum Handel und Vertrieb. Stotz appellierte dabei auch an die Politik, für eine rasche und wettbewerbsfähige Sicherung der ostdeutschen Braunkohleverstromung einzutreten.


Das größte ostdeutsche Stromunternehmen hat mit der Einweihung des Neubaukraftwerks Boxberg (Sachsen) sein Modernisierungsprogramm der ostdeutschen Braunkohleverstromung vorerst abgeschlossen. Insgesamt hat VEAG seit 1991 über 16 Milliarden DM in die Sanierung und den Neubau ostdeutscher Kraftwerke und Netze investiert. Stotz appellierte an alle Beteiligten: "Die Sicherung dieser enormen finanziellen und menschlichen Leistung muss zehn Jahre nach der Deutschen Einheit vordringliches Ziel aller Beteiligten sein."