"Keine Alternative"

VEA: Wirtschaft kann auf Atomenergie noch nicht verzichten

Der Bundesverband der Energie-Abnehmer e. V. (VEA) unterstützt in einer Erklärung die Äußerungen von Bundeswirtschaftsminister Michael Glos (CDU), der Ausstieg aus der Atomenergie müsse "überdacht" werden. Die angekündigten Strompreiserhöhungen hält der Verband, ebenso wie Glos, für wirtschaftsfeindlich.

Strompreise© Gina Sanders / Fotolia.com

Hannover (red) – "Die Strompreise sind heute auf einem Niveau, das der deutschen Wirtschaft bereits spürbar schadet. Der Strom aus Atomkraftwerken kann derzeit nicht kostenneutral durch andere Energieformen ersetzt werden. Damit steuern wir mit dem Atomausstieg in seiner jetzigen Form unausweichlich auf einen weiteren Preisanstieg zu. Darunter wird auch und gerade die mittelständische Wirtschaft massiv zu leiden haben", so Manfred Panitz, geschäftsführendes Vorstandsmitglied des VEA. Deshalb müsse eine Verlängerung der Laufzeiten ernsthaft erwogen werden. "Auch im Hinblick auf den Klimaschutz gibt es noch keine echte Alternative zum Strom aus Kernenergie. Wenn wir wieder verstärkt auf Kohle zur Energieerzeugung zurückgreifen müssen, steigen die Emissionen erheblich an."

Die jüngst angekündigten Preiserhöhungen der Stromversorger hält der Verbandsvorstand ebenso wie Minister Glos für wirtschaftsfeindlich: "Industrielle Verbraucher zahlen bereits heute die dritthöchsten Strompreise in Europa, auch verursacht durch die zweithöchsten Stromsteuern. Hier ist das Maß voll, wenn deutsche Betriebe im internationalen Vergleich noch bestehen können sollen."

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