Standpunkt

VEA: Windkraft treibt Strompreise nach oben

Der Energie-Abnehmerverband VEA unterstützt die Forderung der Wirtschaftsminister der Länder nach einem Umdenken in der Windkraft-Förderung. "Die Windkraft mag derzeit ökologisch zwar sinnvoll sein, ökonomisch dagegen ist sie es nicht", sagte VEA-Vorstand Manfred Panitz.

Netzausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com

Hannover (red) - "Die Windkraft wird ihren Platz in der zukünftigen Energieversorgung Deutschlands einnehmen. Derzeit aber ist sie ökologisch zwar sinnvoll, ökonomisch dagegen nicht", sagte Manfred Panitz, geschäftsführendes Vorstandsmitglied des Bundesverbandes der Energie-Abnehmer e. V. (VEA). Der Verband unterstützt die Position der Wirtschaftsminister der Länder, die auf ihrer Konferenz in Wörlitz einen Systemwechsel in der Förderung der Windenergie gefordert hatten.

Nach heutigem Stand belaste die Windenergie den Stromkunden doppelt: Einmal über die notwendigen Investitionen für den Netzausbau und die Bereitstellung von Ersatzkapazitäten für Flautezeiten, zum anderen über die Einspeisevergütungen, mit denen sich manch ein Windmüller inzwischen eine "goldene Nase" verdiene, erklärte Panitz weiter. Die Subventionen für Windkraft lägen inzwischen deutlich höher als bei der viel diskutierten Steinkohleförderung.

Zusätzlich stelle der Zwang zur Abnahme von Windenergie durch die Netzbetreiber die Sicherheit der Stromversorgung in Frage. "Je mehr Windenergie genutzt wird, desto größer müssen die Reservekapazitäten sein. Reichen sie nicht aus, kann das Netz im Extremfall zusammenbrechen", so der Energieexperte weiter. "In der Gesamtschau bedeutet das einfach, dass die Windenergie beim derzeitigen Stand technisch und wirtschaftlich nicht in der Lage ist, die Rolle in der deutschen Energieversorgung zu spielen, die ihr aufgrund der Höhe der Fördermittel eigentlich zukommen müsste."