Infrastrukturgesetz

VEA: Windenergie kostet den Verbraucher zusätzliche Milliarden

Der Gesetzesentwurf zur Infrastrukturbeschleunigung, den das Kabinett kürzlich verabschiedete, sorgt auch beim Energie-Abnehmerverband VEA für Unmut. Der Gesetzesentwurf trage zwar dem Wunsch nach möglichst wenig Überlandleitungen Rechnung, aber nicht der Forderung nach moderaten Strompreisen.

Strompreise© Gina Sanders / Fotolia.com

Hannover (red) - Der Bundesverband der Energie-Abnehmer e. V. (VEA) sieht hohe Zusatzkosten für den Ausbau der Windenergie auf den Verbraucher zukommen. Nach dem Gesetzesentwurf zur Infrastrukturbeschleunigung sollen die künftigen Windparks in der Uckermark und der Nordsee aus Umweltschutzgründen vermehrt mit Erdkabeln statt mit Überlandleitungen ans Stromnetz angeschlossen werden.

Die zu erwartenden Mehrkosten von mehreren Milliarden Euro dürften nach dem Kabinettsbeschluss auf die Verbraucher umgelegt werden. "Die Windenergie belastet den Verbraucher durch die hohen Subventionen, mit denen der Strompreis belegt ist, bereits heute in hohem Maß", kommentierte Manfred Panitz, geschäftsführendes Vorstandsmitglied des VEA. Mit dem neuen Gesetz nehme die Regierung weitere massive Preiserhöhungen in Kauf. "Damit gehen wir genau in die falsche Richtung. Der Strommarkt muss endlich dem Wettbewerbsprinzip folgen. Unwirtschaftliche Entwicklungen dürfen nicht länger auf dem Rücken des Verbrauchers vorangetrieben werden", so Panitz weiter.

Panitzs Fazit: Der Gesetzesentwurf trage zwar dem nachvollziehbaren Wunsch der Umweltschützer nach möglichst wenig Überlandleitungen Rechnung, aber nicht der Forderung nach moderaten Strompreisen.