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VEA: Verschärfung der kartellrechtlichen Aufsicht bei Energie nötig

Der Bundesverband der Energie-Abnehmer (VEA) begrüßt den aktuellen Gesetzentwurf des Bundeswirtschaftsministeriums zur Bekämpfung von Preismissbrauch im Bereich der Energieversorgung. Mit Blick auf die Anhörung am 27. November bezeichnete der Verband dies als "Schritt in die richtige Richtung".

Stromtarife© Andre Bonn / Fotolia.com

Hannover (red) – Von einem Abrücken Deutschlands von einem liberalisierten Ordnungsrahmen hin zu einer staatlich gelenkten Energiewirtschaft, wie von Teilen der Versorgungswirtschaft behauptet, könne keine Rede sein. "Bisher war der Staat weitgehend passiv und ohnmächtig. Wir unterstützen daher alle politischen Initiativen, die der Entwicklung eines funktionierenden Wettbewerbs im Energiemarkt dienen und damit den energiebeziehenden Unternehmen günstige Standortbedingungen schaffen", sagte Manfred Panitz, geschäftsführendes VEA-Vorstandsmitglied.

"Auf dem Stromsektor ist der Wettbewerb nach einer dynamischen Anfangsphase 1999/2000 in den letzten Jahren deutlich abgeflacht", so Panitz weiter. "Die vier großen Energieversorgungsunternehmen besitzen nahezu 90 Prozent der Erzeugungskapazitäten und bewegen sich damit in einem engen Oligopol. Im Gasbereich hat sich der Wettbewerb überhaupt noch nicht etablieren können. Die missbräuchlich überhöhten Preise entziehen den Industrie- und Gewerbeunternehmen die wirtschaftliche Lebensgrundlage und verhindern deren konkurrenzfähige Weiterentwicklung."

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