Über 8 Prozent

VEA-Studie: Industriestrom trotz Regulierung teurer geworden

Der Strom für die mittelständische Wirtschaft ist auch in den letzten zwölf Monaten teurer geworden. Zu diesem Ergebnis kommt der jüngste Strompreisvergleich des Bundesverbandes der Energie-Ab­nehmer (VEA). Im Durchschnitt seien die Stromkosten seit Juli 2006 um 2,5 Prozent gestiegen.

Netzausbau© Günter Menzl / Fotolia.com

Hannover (red) - Die stärkste Erhöhung sei mit einem Plus von 8,4 Prozent im Netzgebiet der Wemag in Schwerin zu verzeichnen. "Obwohl durch die Entscheidungen der Bundesnetz­agentur die Durchleitungskosten in Deutschland deutlich gesunken sind, gehen die Strompreise weiter nach oben", erklärte Dr. Volker Stuke, Geschäftsführer des VEA. Ursache sei neben den gestiegenen Erzeugungskosten auch die deutlich verstärkte Förderung der erneuerbaren Energien.

Während die Netzentgelte im Vergleich zum Vorjahr um rund 0,3 Cent pro Kilowattstunde oder fast elf Prozent gesunken sind, haben sich die Großhandelspreise im gleichen Zeitraum um 0,4 Cent pro Kilowattstunde bzw. 6 Prozent erhöht. Der prozentuale Aufschlag der EEG-Umlage sei in den letzten zwölf Monaten um über 40 Prozent gestiegen.

Die vier Übertragungsnetzbetreiber E.ON, RWE, Vattenfall und EnBW nutzen nach Meinung des VEA immer noch ihre Oligopolstellung auf der Produzentenseite aus. Daher fordert der Verband neben den Kartellbehörden vor allem die Politik auf, dem Abhilfe zu schaffen.