30 Prozent Plus

VEA-Studie: Gaspreise steigen weiter

Die Preise für Erdgas steigen weiter auf breiter Front, eine Besserung ist nicht spürbar. Zu diesem Ergebnis kommt der neueste Gaspreisvergleich des Bundesverbands der Energie-Abnehmer (VEA). Von Wettbewerb sei auch im Jahr acht nach der Liberalisierung im Gasmarkt so gut wie nichts zu spüren.

Netzausbau Ökostrom© Gina Sanders / Fotolia.com

Hannover (red) - "Nichts Neues auf dem deutschen Gasmarkt. Die Gaspreise steigen weiter - und werden es so lange tun, wie die Gasversorger auf Zeit spielen und sich keinem echten Wettbewerb stellen", kommentierte Dr. Volker Stuke, Geschäftsführer des VEA, die Ergebnisse der bundesweit durchgeführten Studie.

Durchschnittlich 30 Prozent höhere Kosten müssen mittelständische Industrieunternehmen im Vergleich zum Stand vor einem Jahr verkraften. "Nach wie vor sind die deutschen Gaspreise für den Mittelstand die höchsten in ganz Europa", so Stuke weiter. "Die wenigsten Kunden haben die Chance auf ein Wettbewerbsangebot, sie müssen wohl oder übel die Tarife der Monopolisten bezahlen."

Die aktuelle VEA-Studie mit Preisstand April 2006 untersuchte 38 Versorgungsgebiete in der gesamten Bundesrepublik, nach wie vor wurden erhebliche Preisunterschiede festgestellt. Insbesondere der süddeutsche Raum sei weiterhin von höheren Preisen als der bundesweite Durchschnitt betroffen. "Wir empfehlen daher allen Gaskunden, die individuellen Bezugskonditionen anhand der Vergleichswerte aus anderen Gebieten zu prüfen und vom Versorger gegebenfalls Preiszugeständnisse zu verlangen", rät Stuke.

Das preisgünstigste Versorgungsunternehmen ist einmal mehr die EWE Oldenburg in den Versorgungsgebieten Oldenburg, Brandenburg und auf der Insel Rügen. Als besonders teure Versorger hat der VEA des ESB München und die Stadtwerke Solingen ausgemacht.

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