Preisvergleich

VEA-Studie: Auch Fernwärme immer teurer

Der neueste Preisvergleich des Bundesverbands der Energie-Abnehmer e. V. (VEA) weist zu Beginn der Heizperiode einen weiteren Preisanstieg von 2,4 Prozent im Westen und 2,2 Prozent im Osten Deutschlands aus. Und auch zwischen den einzelnen Fernwärmeversorgern sind die Preisunterschiede laut Studie teilweise eklatant.

Stromzähler© Gina Sanders / Fotolia.com

Hannover (red) - Nicht nur für Strom und Gas müssen die Kunden tiefer in die Tasche greifen, auch die Preise für Fernwärme steigen. Der neueste Preisvergleich des Bundesverbands der Energie-Abnehmer e. V. (VEA) weist zu Beginn der Heizperiode einen weiteren Preisanstieg von 2,4 Prozent im Westen und 2,2 Prozent im Osten Deutschlands aus.

Wie in den vergangenen Jahren hat der VEA die Bezugskonditionen für größere gewerbliche und /oder industrielle Kunden in über 100 Versorgungsgebieten für Fernwärme untersucht. Nach wie vor ist Fernwärme in den neuen Bundesländern deutlich teurer. "15 Jahre nach dem Mauerfall sollte das Preisgefälle zwischen West und Ost der Vergangenheit angehören", erläutert Dr. Volker Stuke, Geschäftsführer des VEA. "Leider müssen die Kunden im Osten aber auch weiterhin rund ein Fünftel mehr bezahlen. Es ist höchste Zeit, dass dieser Standortnachteil verschwindet."

Auch zwischen den einzelnen Fernwärmeversorgern sind die Preisunterschiede laut Studie teilweise eklatant. Der teuerste Versorger, die Stadtwerke Forst, ist um über 70 Prozent teurer als die FW Niederrhein in Dinslaken. "Derartige Preisunterschiede sind auch mit strukturellen Besonderheiten nicht mehr zu erklären", bilanziert Stuke. "Die Monopolsituation verführt offenbar das eine oder andere Versorgungsunternehmen dazu, die Preise über ein erträgliches Maß hinaus zu treiben", lautet seine Vermutung.

Die Empfehlung des VEA: Fernwärmekunden sollten in regelmäßigen Abständen prüfen, ob eine Eigenversorgung auf Gas- oder Ölbasis wirtschaftlich nicht preiswerter ist. Nach den Erfahrungen des Verbandes könnten viele davon ihre Wärmekosten durch eine dezentrale Versorgung deutlich senken.