So hoch wie nie

VEA: Strompreise brechen alle Rekorde

Der aktuelle VEA-Strompreisvergleich untersucht 50 Netzgebiete, die zusammen etwa zwei Drittel des deutschen Stromverbrauchs ausmachen. Die günstigsten Netzgebiete sind derzeit die der RheinEnergie (Köln), der Stadtwerke Mainz und der Stadtwerke Karlsruhe. Die Teuersten: TEAG, Avacon und e.dis.

Stromzähler© Gina Sanders / Fotolia.com

Hannover (red) - Die deutschen Strompreise sind derzeit so hoch wie nie zuvor. Innerhalb eines Jahres haben die Stromkosten für mittelständische Unternehmen um 16,2 Prozent zugelegt, stellt der Bundesverband der Energie-Abnehmer e. V. (VEA) in seinem aktuellen Strompreisvergleich fest.

"Einen so enormen Preisanstieg wie speziell in den letzten drei Monaten hat es seit der Liberalisierung des Stommarktes nicht gegeben", kommentierte Dr. Volker Stuke, Geschäftsführer des VEA. Er vermutet, dass die großen Stromkonzerne ihre Margen bei der Erzeugung ausbauen. "Damit wird der Preisdruck, der durch den Regulierer bei den Netznutzungsentgelten entstehen wird, mehr als überkompensiert."

Der aktuelle VEA-Strompreisvergleich untersucht 50 Netzgebiete, die zusammen etwa zwei Drittel des deutschen Stromverbrauchs ausmachen. Ermittelt werden die von den Kunden zu erzielenden Komplettpreise vor Steuern. Nach wie vor liegt der durchschnittliche Strompreis in den neuen Bundesländern mit 9,60 Cent pro Kilowattstunde deutlich über dem mittleren Preis in den alten Bundesländern von 8,92 Cent pro Kilowattstunde.

Die günstigsten Netzgebiete sind derzeit die der RheinEnergie (Köln), der Stadtwerke Mainz und der Stadtwerke Karlsruhe. Die teuersten Versorgungsgebiete in Ostdeutschland sind gleichzeitig auch die Spitzenreiter im Bundesgebiet. Auch nach der jüngsten VEA-Analyse sind das die Gebiete der TEAG (Erfurt), der Avacon (Sachsen-Anhalt) und der e.dis (Fürstenwalde). Verantwortlich für das Ost-West-Preisgefälle sind laut VEA vor allem die deutlich höheren Netznutzungsentgelte in den neuen Bundesländern.