Aktuelle Studie

VEA: Strom verteuert sich auch 2006

Mittelständische Industriekunden müssen in diesem Jahr knapp 17 Prozent mehr für Strom bezhalten als 2005. Zu diesem traurigen Ergebnis kommt der Bundesverband der Energie-Abnehmer (VEA) in seiner aktuellen deutschlandweiten Vergleichsstudie. Günstig ist der Strom u.a. in Köln, teuer in Thüringen.

Netzausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com

Hannover (red) - Damit drehe sich die Strompreisspirale zum Nachteil der Wirtschaft ungebremst weiter, kommentierte der VEA. "Seit dem Tiefstand im Jahr 2000 sind die Kosten für den Mittelstand um mehr als 70 Prozent gestiegen. Von einem funktionierenden Markt kann nach wie vor keine Rede sein", erläuterte Dr. Volker Stuke, VEA-Geschäftsführer.

Die Preiserhöhungen der letzten Monate lassen sich nach Ansicht des Verbandes nicht mehr mit den gestiegenen Erzeugungskosten begründen. Die Ursachen lägen vielmehr in den gestiegenen Gewinnerwartungen der großen Stromproduzenten, ist sich der VEA sicher. Seiner Meinung nach nutzen die vier Übertragungsnetzbetreiber E.ON, RWE, Vattenfall und EnBW ihr Oligopol aus.

Die VEA-Studie zeigt auch, dass in Ostdeutschland der Strom weiterhin teurer ist. Ursache seien die hohen Netznutzungsentgelte, die laut VEA zur "Abschottung der Versorgungsgebiete" dienen. "Auf dem Weg zu fairen Wettbewerbsbedingungen auf dem deutschen Strommarkt kommt noch viel Arbeit auf den Regulierer zu", so Stuke weiter.

Laut VEA ist der Strom der Kölner RheinEnergie, der Stadtwerke Mainz und der Stadtwerke Karlsruhe momentan am günstigsten. Die teuersten Versorgungsgebiete sind laut Studie das der E.ON Thüringer Energie AG, der E.ON Avacon und der E.ON edis.

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