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VEA-Preisvergleich: Strompreise steigen weiter

Auch zwölf Monate nach Novellierung des Energiewirtschaftsgesetzes und der Einrichtung der Regulierungsbehörde bleibt auf dem Strommarkt alles beim Alten: Strom wird immer teurer. Dies belegt einmal mehr der neueste bundesweite Strompreisvergleich des Bundesverbandes der Energie-Abnehmer e. V. (VEA).

Netzausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com

Hannover (red) - "Durchschnittlich 16 Prozent höhere Kosten müssen mittelständische Unternehmen bei einem Vertragsneuabschluss verkraften", erläuterte Dr. Volker Stuke, Geschäftsführer des VEA, den aktuellen Vergleich. "Die seit 2005 auch für die Energiemärkte verantwortliche Bundesnetzagentur konnte dem seit Jahren steigenden Preisniveau keinen Einhalt gebieten", lautet daher sein ernüchterndes Fazit. Die Preiserhöhungen der letzten Monate sind nach Ansicht des Verbandes maßgeblich durch die Einpreisung der rein fiktiven Kosten für den Emissionshandel begründet. Die Kunden müssten die milliardenschweren "windfall profits" der vier Übertragungsnetzbetreiber bezahlen. Von einem funktionierenden Markt könne nach wie vor keine Rede sein.

Aufgrund der häufig überhöhten Netzentgelte ist das Strompreisniveau in den neuen Bundesländern immer noch besonders hoch, lautet dabei das zentrale Fazit des Preisvergleichs. Die letzten acht Plätze der 50 Netzgebiete umfassenden Studie belegen allesamt Betreiber aus Deutschlands Osten. "Gerade bei den Netzentgelten muss die Regulierungsbehörde schleunigst handeln. Ein erster Schritt in die richtige Richtung hat die Bundesnetzagentur mit der deutlichen Netzentgeltsenkung bei Vattenfall getan", kommentierte Stuke weiter.

Am günstigsten ist der Strom derzeit in den Netzgebieten der Rheinischen Netzgesellschaft Köln, der Stadtwerke Mainz und der Stadtwerke Karlsruhe. Die teuersten Versorgungsgebiete sind wie auch im letzten Preisvergleich die der E.ON Thüringer Energie, E.ON Avacon (Sachsen-Anhalt) und E. ON edis.

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