13 Prozent

VEA-Preisvergleich: Auch Fernwärme erheblich teurer

Fernwärmekunden müssen pünktlich zum Winter deutlich mehr für warme vier Wände zahlen. Der aktuelle Preisvergleich des Bundesverbandes der Energie-Abnehmer e. V. (VEA) weist zu Beginn der Heizperiode einen drastischen Preisanstieg von 12,7 Prozent im Westen und 13,3 Prozent im Osten Deutschlands aus.

Stromtarife© Andre Bonn / Fotolia.com

Hannover (red) - Der VEA untersucht jährlich die Bezugskonditionen in knapp 100 Fernwärmeversorgungsgebieten für größere gewerbliche und industrielle Kunden. "Damit ist klar, dass auch Fernwärme keine billige Alternative ist. Auch Fernwärmekunden müssen mit spitzem Bleistift rechnen, ob diese Energieform noch wirtschaftlich ist", so Dr. Volker Stuke, Geschäftsführer des VEA.

Die Untersuchung zeige zudem, dass das Preisniveau in den neuen Bundesländern immer noch deutlich über Westniveau liegt. "Kunden müssen für die gleiche Leistung im Osten durchschnittlich 17 Prozent mehr bezahlen", so Stuke. Dies sei ein weiterer Wettbewerbsnachteil für Unternehmen in Ostdeutschland, der umso schwerer wiege, da der Standort "Neue Bundesländer" bereits aufgrund höherer Strompreise belastet sei.

Aber auch innerhalb der einzelnen Regionen bestünden erhebliche Preisdifferenzen. So betrage der Preisunterschied zwischen günstigen Anbietern wie zum Beispiel den Stadtwerken Karlsruhe und teuren Versorgern (etwa den Stadtwerken Heilbronn) etwa 55 Prozent. "In vielen Versorgungsgebieten stellt sich gerade für gewerbliche Kunden die Frage, ob der Preis für die Fernwärmeversorgung gegenüber Gas oder Öl noch wettbewerbsfähig ist", erklärt Stuke. Nach Einschätzung des VEA könnten Unternehmen ihre Wärmekosten häufig durch eine dezentrale Versorgung deutlich senken.

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