Keine Änderung

VEA: Netznutzungsentgelte halten Strompreis weiter hoch

Im Mai werden die ersten Entscheidungen der Bundesnetzagentur in punkto Netznutzungsentgelte erwartet, bis dahin sieht sich kein Netzbetreiber veranlasst, an den aktuellen Kosten zu schrauben. Das jedenfalls ist das Fazit des VEA, der die aktuellen Netzpreise von 858 deutschen Versorgern untersuchte.

Netzausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com

Hannover (red) - Der aktuelle VEA-Vergleich der Netznutzungsentgelte von 858 deutschen Netzbetreibern zeichnet nach wie vor ein trauriges Bild: "Es gibt keinerlei Bewegung, die Preise sind wie zementiert", kommentierte VEA-Geschäftsführer Dr. Volker Stuke.

Laut VEA betragen die durchschnittlichen Netznutzungsentgelte für ein mittelständisches Unternehmen 2,94 Cent pro Kilowattstunde. Deutschlandweit gibt es dabei Preisunterschiede von mehr als 150 Prozent und ein Preisgefälle zu Ungunsten der östlichen Bundesländer. Nach den Zahlen des VEA haben Unternehmen dort mit deutlichen Standortnachteilen aufgrund überhöhter Stromkosten zu kämpfen. Von den zehn teuersten Netzbetreibern kommen sieben aus dem Osten Deutschlands. Hier müssen Unternehmen mit einem Zugang zum Mittelspannungsnetz durchschnittlich 4,18 Cent pro Kilowattstunde zahlen, während dieselbe Leistung laut VEA auch schon für 2,20 Cent zu haben ist.

"Die Netzbetreiber warten offensichtlich auf den Regulierer, der die Entgelte bis zum Mai zu prüfen und zu genehmigen hat. An Preissenkungen ohne behördlichen Druck denkt niemand", fasste Stuke die aktuelle Situation zusammen.

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