Standpunkt

VEA lehnt Subventionsabbau bei Ökosteuer ab

Pläne von Bündnis 90/Die Grünen, auch bislang von der Ökosteuer befreite Industrieunternehmen mit der umstrittenen Steuer zu belasten, lehnt der Bundesverband der Energie-Abnehmer kategorisch ab. Denn weitere Belastungen – ob als Steuererhöhung oder als Wegfall von Steuervergünstigungen – könne die Wirtschaft nicht verkraften.

Stromzähler© Gina Sanders / Fotolia.com

Der Bundesverband der Energie-Abnehmer e. V. (VEA) warnt vor einer Ausweitung der Ökosteuer auf bislang befreite Industrieunternehmen. "Die Grünen haben die Ökosteuer noch lange nicht abgeschrieben. Das Machtwort des Kanzlers ist nicht das letzte Wort in der Steuerdebatte. Was die Beteuerungen gegen Steuererhöhungen morgen wert sind, weiß keiner", erklärt das geschäftsführende Vorstandsmitglied des VEA, Manfred Panitz. Weitere Belastungen – ob als Steuererhöhung oder als Wegfall von Steuervergünstigungen – könne die Wirtschaft jedenfalls nicht verkraften.

"Die deutsche Industrie, und vor allem der Mittelstand, steht an der absoluten Grenze des finanziell Zumutbaren. Kaum ein Wirtschaftszweig kommt ohne Energie aus. Sie muss bezahlbar bleiben", fordert Panitz. Auch schon vor Einführung der Ökosteuer hätten viele Unternehmen große Investitionen in Energiesparmaßnahmen getätigt. "Der Umweltschutz hat bei den Unternehmen einen hohen Stellenwert. Der Anteil der Industrie am deutschen Energieverbrauch ist in den letzten 40 Jahren von 50 Prozent um die Hälfte zurückgegangen", so Panitz weiter. Nur ein positives Investitionsklima verbunden mit einem Modernisierungsschub könne weitere Verbesserungen im Umweltschutz bringen und neue Arbeitsplätze schaffen.