Zu hohe Belastungen

VEA lehnt Pläne zur Ökoheizungspflicht ab

Der Bundesverband der Energie-Abnehmer e. V. (VEA) kritisiert die Pläne des Bundesumweltministeriums, bei der Wärmeerzeugung privater Haushalte einen Anteil erneuerbarer Energien vorzuschreiben. Der Gesetzesentwurf müsse noch gründlich überarbeitet werden, so der Verband.

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Hannover (red) - Laut dem VEA kämen bei Umsetzung des Gesetzesentwurfes massive Subventionen sowie enorme Zusatzbelastungen auf Hauseigentümer zu. "Das Wärme-EEG übergeht völlig das Thema der Wirtschaftlichkeit von erneuerbaren Energien, gerade im Blick auf die überhöhten Energiepreise", erklärte VEA-Vorstand Manfred Panitz.

Es spreche nichts gegen Mindeststandards bei der Energieeffizienz, jedoch sollte man Haushalten selbst überlassen, wie sie dieses Ziel erreichen. Es sei der falsche Weg, die Hauseigentümer zur Nutzung regenerierbarer Wärmequellen zu zwingen. Daher müsse der Entwurf des Wärmegesetzes "gründlich" überarbeitet werden. "Es ist an der Zeit, endlich ein konsequent marktwirtschaftlich ausgerichtetes System zur Förderung der regenerativen Energien festzuschreiben", so Panitz.

Baden-Württemberg hat bereits eine so genannte Öko-Pflicht auf den Weg gebracht, die den Plänen der Umweltministerin zufolge Anfang 2008 in Kraft treten soll.