Ungleichbehandlung

VEA kritisiert Vorzugskonditionen nur für große Stromabnehmer

Der Bundesverband der Energie-Abnehmer e. V. (VEA) wendet sich entschieden gegen eine mögliche einseitige Bevorzugung großer und sehr großer Stromverbraucher durch die Energiekonzerne. Dies sei wettbewerbsverzerrend und würde den Mittelstand zusätzlich belasten.

Strompreise© Gina Sanders / Fotolia.com

Hannover (red) – Letzte Woche war bekannt geworden, dass E.ON, Vattenfall Europe und RWE derzeit mit drei großen Aluminiumproduzenten Verhandlungen über besondere Preisnachlässe führen. Im Gespräch sei, die Strompreise für diese Unternehmen auf die Hälfte abzusenken. Unter anderem sollen diesen Betrieben die Kosten des Emissionshandels erlassen werden.

"Das ist ungerecht und wettbewerbsverzerrend, und geht eindeutig zu Lasten des Mittelstandes", so Manfred Panitz, geschäftsführendes Vorstandsmitglied des VEA. "Natürlich brauchen stromintensive Industriezweige dringend akzeptable Strompreise, um international bestehen zu können. Doch dies gilt genauso für mittelständische Unternehmen, die ebenfalls einem harten internationalen Wettbewerb ausgesetzt sind."

Panitz ist sich sicher, dass die Energiekonzerne nicht ersatzlos auf die Gewinne verzichteten, die ihnen durch die Preisnachlässe entgingen: "Was sie den Großen erlassen, kassieren sie bei den mittleren und kleinen Verbrauchern mit der Folge, dass dort immer mehr Arbeitsplätze durch Verlagerung ins Ausland wegfallen. Diese Entwicklung muss dringend gestoppt werden. Und das heißt nichts anderes als wettbewerbsfähige Strompreise auch für mittlere und kleine Unternehmen."

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