Geheimpläne

VEA kritisiert Stromtreffen bei Clement

Der Bundesverband der Energie-Abnehmer (VEA) zeigte sich entrüstet über ein exklusives Treffen, das am vergangenen Freitag in Berlin stattgefunden hat. Schließlich gehe es darum, Bedingungen für einen fairen Wettbewerb zu schaffen. Das erfordere eine offene Diskussion, in die alle Beteiligten einbezogen werden müssten.

Stromnetz Ausbau© Gina Sanders / Fotolia.com

Hannover (red) - Der Bundesverband der Energie-Abnehmer e. V. (VEA) hat das Treffen der Spitzen der vier großen Energieversorger mit Bundeswirtschaftsminister Wolfgang Clement am vergangenen Freitag in Berlin scharf kritisiert. "Solche Exklusivtreffen torpedieren den ohnehin längst überfälligen Regulierungsprozess", wetterte Manfred Panitz, geschäftsführendes Vorstandsmitglied des VEA.

Schließlich gehe es darum, die Bedingungen für fairen Wettbewerb zu schaffen, sagte Panitz weiter. "Wir brauchen eine offene Diskussion über die Form der Regulierung. Daran haben alle relevanten Interessengruppen beteiligt zu sein - vor allem auch die Verbraucher." Panitz monierte gleichzeitig den Vorschlag, die Körperschaftssteuer auf die Netznutzungsentgelte umzulegen. "Damit wird eine Gewinnsteuer plötzlich die Basis für die Kostenkalkulation. Das bringt den Netznutzern und damit den Verbrauchern Mehrkosten von bis zu zwei Milliarden Euro im Jahr. Das ist weder marktkonform noch akzeptabel."