Wettbewerbsfähigkeit bedroht

VEA kritisiert Regierungsprogramm zur Energieeffizienz

Der Bundesverband der Energie-Abnehmer (VEA) ist skeptisch gegenüber den Vorschlägen der Bundesregierung zur Erhöhung der Energieeffizienz. Die Vorhaben seien für die deutsche Wirtschaft nicht tragbar und würden Arbeitsplätze in Gefahr bringen. Zudem lägen noch keine Vorschläge zur Finanzierung vor.

Stromnetz Ausbau© Gina Sanders / Fotolia.com

Hannover (red) - Zur Verdoppelung der Effizienz bis zum Jahr 2020 will die Regierung auf dem Energiegipfeltreffen nächste Woche ein milliardenschweres Aktionsprogramm vorstellen. Der VEA kritisiert die Pläne als "unrealistisch". Kanzlerin Angela Merkel und Umweltminister Sigmar Gabriel "setzen Klimaschutz und Atomausstieg über alles. Dabei vergessen sie aber die Kosten für die Wirtschaft und die Gefahr für Arbeitsplätze", warnte Manfred Panitz, geschäftsführendes Vorstandsmitglied des VEA.

Zwar sei eine Verringerung des CO2-Ausstoßes und eine Steigerung der Energieeffizienz nötig, "allerdings müssen wir uns der Realität stellen", so Panitz. Seiner Meinung nach lassen sich die Ziele nicht ohne Atomkraft erreichen, solange die Wirtschaftlichkeit alternativer Energien nicht gegeben sei.

Panitz warnte vor einem Scheitern des Gipfels und fordert die Koalitionspartner auf, "ihre Ziele und Maßnahmen anzupassen. In der gegenwärtigen Form sind sie für die deutsche Wirtschaft untragbar." Außerdem erwarte er Vorschläge zur Finanzierung des Milliardenprogramms. Diese lägen bisher noch nicht vor. "Strikter Klimaschutz - koste er, was er wolle – ohne Berücksichtigung der gegebenen Tatsachen kann nicht der Weisheit letzter Schluss sein", so der VEA-Vorstand abschließend.