Mitgliederversammlung

VEA kritisiert Reformstau

Der Energie-Abnehmerverband VEA hat auf seiner Mitgliederversammlung diese Woche in Hannover eine positive Zwischenbilanz gezogen und angekündigt, den Druck auf Energieindustrie und Politik weiter zu verstärken, insbesondere um die Wettbewerbsbedingungen für den Mittelstand weiter zu verbessern.

Netzausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com

Hannover (red) - Der Bundesverband der Energie-Abnehmer e. V. (VEA) hat auf seiner Mitgliederversammlung in dieser Woche das Ziel bekräftigt, die Interessen der Energiekunden insbesondere im Mittelstand weiterhin mit Vehemenz gegenüber Energiewirtschaft und der Politik zu vertreten.

"Die Energiekosten sind im letzten Jahr nicht nur zu einem Politikum, sondern zu einem echten Standortfaktor geworden - im Falle Deutschlands zu einem Standortnachteil. Dieser Faktor ist inzwischen zu einer substanziellen Bedrohung für mittelständische Unternehmen angewachsen und gefährdet somit potenziell Tausende von Arbeitsplätzen. So weit darf es nicht kommen", erläuterte der Verbandsvorsitzende Dr. Wolfgang Ingold.

Die Karten im Strom- und Gasmarkt seien im vergangenen Jahr zwar neu gemischt worden, ergänzte Manfred Panitz, geschäftsführendes VEA-Vorstandsmitglied. "Der Übergang vom verhandelten zum regulierten Netzzugang ist nach langen und schwierigen Entscheidungsprozessen in der Politik endlich Realität geworden. Wir sind zufrieden, dass in dieser Phase des Aufbruchs in eine neue Energiepolitik zahlreiche langjährige Forderungen des VEA endlich umgesetzt wurden. Doch es bleibt noch eine Menge zu tun."

Mit Blick auf die Blockadehaltung der Gasanbieter kündigte Panitz juristische Schritte an, sollten sich die Netzbetreiber weiterhin nicht gesetzeskonform verhalten. "Wir brauchen dringend den offenen und diskriminierungsfreien Wettbewerb", so Panitz weiter. Der Mittelstand sollte sich endlich unter konkurrierenden Energieanbietern den besten und günstigsten heraussuchen können.