"Völlig unzureichend"

VEA kritisiert Kooperationsmodell der Gasnetzbetreiber

Laut Bundesverband der Energie-Abnehmer e. V. (VEA) ist der Entwurf für den der Bundesnetzagentur vorgelegten Kooperationsvertrag zwischen den Gasnetzbetreibern "völlig unzureichend". Real stehe dahinter annähernd die gleiche preistreibende Marktstruktur wie bisher.

Netzausbau Ökostrom© Gina Sanders / Fotolia.com

Hannover (red) - Bundesverband der Energie-Abnehmer e. V. (VEA) lehnt den Entwurf für den Kooperationsvertrag zwischen den Gasnetzbetreibern, wie er vor etwa zwei Wochen der Bundesnetzagentur überreicht wurde, nach einer ersten Analyse ab. "Der Vertragsentwurf von BGW und VKU setzt das von der Bundesnetzagentur vorgestellte Entry-/Exit-Modell völlig unzureichend um", fasste Manfred Panitz, geschäftsführendes VEA-Vorstandsmitlied die Kritik zusammen.

Der Abnehmer solle nach geltendem Recht nur zwei Verträge abschließen müssen, dieser Grundsatz werde aber bei der vorgeschlagenen Kooperation umgangen, führte Panitz aus. Hinter den Regelungen versteckt sich seiner Meinung nach das altbekannte Agentenmodell, bei dem ein Netzbetreiber die Verträge entlang des Transportweges regelt. "Real steht dahinter aber annähernd die gleiche preistreibende Marktstruktur wie bisher."

Der Verband bemängelt gemeinsam mit anderen Abnehmerorganisationen zahlreiche weitere Punkte am Vertragsentwurf, etwa die mangelnde Preistransparenz oder die Beschränkungen beim Lieferantenwechsel. "Der VEA fordert, dass die von der Bundesnetzagentur im Januar formulierten Modellgrundsätze in vollem Umfang in eine tragfähige Regelung umgesetzt werden. Der vorliegende Entwurf ist dafür noch nicht geeignet", so Panitz abschließend.