Wichtig im Energiemix

VEA hält an Atomkraft fest

Der Bundesverband der Energie-Abnehmer sieht die Kernenergie auch in den nächsten Jahrzehnten als unverzichtbaren Bestandteil des Energiemixes. Denn wenn die Abhängigkeit der EU von Öl- und Gasimporten weiter zunehme, steige auch die Anfälligkeit der Wirtschaft.

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Hannover (red) - Der Bundesverband der Energie-Abnehmer e.V. (VEA) sieht in der Kernenergie einen wichtigen und derzeit unverzichtbaren Bestandteil des Energiemixes. Der Verband unterstützt daher den Vorstoß von EU-Energiekommissarin Layola de Palacio. Sie hatte gefordert, an der Kernenergie aus ökonomischen und ökologischen Gründen festzuhalten.

"Die Abhängigkeit der EU von Öl- und Gasimporten wird in den nächsten Jahren zunehmen. Damit steigt aber auch die Anfälligkeit unserer Wirtschaft - das haben wir in den letzten Wochen beim Rohöl feststellen müssen", erläutert Manfred Panitz, geschäftsführendes Vorstandsmitglied des VEA, den Standpunkt seines Verbandes. Dieser Risikofaktor sei nur über ein starkes Gegengewicht einzudämmen.

Die regenerativen Energien werden diese Rolle seiner Meinung nach nicht erfüllen können. "Es ist nach wie vor ungeklärt, wie die Kohlendioxid-Reduzierung ohne Kernenergie realisiert werden soll. Kohle- oder Gaskraftwerke verursachen wieder neue Schadstoffbelastung. Wenn es uns also mit der Kohlendioxid-Reduzierung ernst ist, dürfen wir auf die Kernenergie nicht verzichten", so Panitz abschließend.