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VEA: Gegen zusätzliche Subventionierung von Offshore-Windanlagen

Auch der Bundesverband der Energie-Abnehmer (VEA) schließt sich der Kritik der Bundesländer Baden-Württemberg, Bayern, Hessen und Nordrhein-Westfalen am geplanten Infrastrukturgesetz an. Die zusätzlichen Netzanschlusskosten würden die Verbraucher bezahlen, so der Verband.

Strompreise© Gina Sanders / Fotolia.com

Hannover (red) – Die vier Länder wollen, wie berichtet, die Vorlage des Infrastuktur-Planungsbeschleunigungsgesetzes am Freitag im Bundesrat stoppen.

"Es führt in seiner gegenwärtigen Version dazu, dass die Anschlusskosten voll in die Netzentgelte eingerechnet und damit am Ende auf die Verbraucher abgewälzt werden. Diese als Stromnetzentgelte verschleierte Milliarden-Subventionierung muss auf jeden Fall verhindert werden", fordert Manfred Panitz, geschäftsführendes VEA-Vorstandsmitglied. "Wir unterstützen die Position der Länder daher voll und ganz und drängen auf einen Erfolg."

Das geplante Gesetz verpflichte die Übertragungsnetzbetreiber, auf eigene Kosten Stromleitungen zu den Windparks zu verlegen sowie einen Netzanschluss zu installieren und zu betreiben. "Ein weiterer Anstieg der Strompreise wäre die logische Folge, zusätzliche Kosten für die Stromverbraucher im zweistelligen Milliardenbereich sind zu befürchten. Die deutsche Wirtschaft kann sich das aber nicht leisten. In der Gesamtbetrachtung zeigt sich einmal mehr, dass die Windenergie momentan wirtschaftlich noch nicht in der Lage ist, eine bedeutendere Rolle in der deutschen Energieversorgung zu spielen, ohne die Verbraucher unnötig zu belasten," warnte Panitz.

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