Gerichtsurteil zu CO2-Zertifikaten

VEA fordert Stromkonzerne zur Preissenkung auf

Der Bundesverband der Energie-Abnehmer (VEA) fordert die Stromkonzernen auf, die Energiepreise zu senken. Da das Bundesumweltamt zu viel ausgegebene CO2-Rechte zurückfordern kann und Versorger diese in den Strompreis eingerechnet hätten, müssten nun die Strompreise "logischerweise" sinken.

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Hannover (red) - Aufgrund des Urteils des Europäischen Gerichtshofes könne das Umweltbundesamt auf die Rückgabe bereits erteilter Emissionsrechte bestehen. "Die Unternehmen erhalten die Zertifikate nahezu komplett umsonst und geben sie dennoch als angebliche Kosten an die Verbraucher weiter. Wenn die Emissionsrechte nun nachträglich gekürzt werden sollten, kann die Senkung der Strompreise nur die logische Folge sein", meint VEA-Chef Manfred Panitz.

Es dürfe nicht sein, dass die Energieabnehmer die Kosten der zuviel ausgegebenen Verschmutzungsrechte zu Tragen haben und die Versorger ungerechtfertigte Gewinne einstreichen.

Der Überwälzung der Emissionszertifikate in die Strompreise könne durch eine nachträgliche Regulierung zum Teil der Boden entzogen werden. "Das kann aber nur ein erster Schritt sein", so Panitz. "Die fiktiven Kosten der Versorger dürfen nicht länger an die Verbraucher weitergeben werden. Wenn sich nicht bald etwas an der staatlichen Vergabepraxis ändert, können sich die Strommonopolisten weiterhin alles erlauben."