Chance für Wettbewerb

VEA begrüßt neues Gas-Entry-Exit-Modell

Die Entscheidung der zwei größten deutschen Gasversorger BEB und Ruhrgas, den Zugang zu ihren Netzen zu vereinfachen, ist beim Bundesverband der Energie-Abnehmer auf Wohlwollen gestoßen. Der Verband sieht im Einlenken der Gasversorger vorallem einen ersten Erfolg der geplanten Regulierungsbehörde.

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Hannover (red) - Der Bundesverband der Energie-Abnehmer e.V. (VEA) hat die Entscheidung der zwei größten deutschen Gasversorger BEB und Ruhrgas begrüßt, den Zugang zu ihren Netzen zu vereinfachen und auf das so genannte Entry-Exit-Modell umzustellen. Denn: Die Liberalisierung der Energiemärkte hänge entscheidend vom barrierefreien und unkomplizierten Netzzugang für alle Beteiligten ab.

Beim Entry-Exit-Modell rechnen die Netzbetreiber nur noch Einspeisungen in und Entnahmen aus ihren Netzen ab. Bisher wurden je nach Entfernung der Lieferung mehrere Berechnungen für die durchquerten Teilnetze fällig. Das alte Modell sei so kompliziert gewesen, dass es ein quasi unüberwindbares Wettbewerbshindernis darstellte.

Der VEA sieht daher im Einlenken der Gasversorger einen ersten Erfolg des geplanten Regulierers. "Mit ihrer Ankündigung, die Netznutzungsentgelte vorab vom Regulierer genehmigen zu lassen, hat die Bundesregierung endlich deutlich gemacht, dass sie einen starken und schlagkräftigen Regulierer will. Das setzt die Marktteilnehmer natürlich unter Druck. Wer jetzt in Vorleistung geht, kann sich profilieren und in eine gute Ausgangsposition für den kommenden Wettbewerb bringen", kommentierte Manfred Panitz, geschäftsführendes Vorstandsmitglied des VEA, die aktuellen Entwicklungen.