Investitionssicherheit

VEA: Anreizregulierung richtiger Schritt

Der Bundesverband der Energie-Abnehmer (VEA) hat den von der Bundesnetzagentur in dieser Woche vorgelegten Entwurf für eine Anreizregulierung begrüßt. Immerhin bekämen die Verbraucher damit die Gewähr, dass die Energieversorger ihre Preise nicht mehr willkürlich gestalten könnten.

Stromtarife© Andre Bonn / Fotolia.com

Hannover (red) - Im Gegensatz zu VDEW und BGW zeigte sich der Bundesverband der Energie-Abnehmer e. V. (VEA) mit dem in dieser Woche von der Bundesnetzagentur vorgestellten Regulierungsmodell für den Strom- und Gasmarkt im Kern einverstanden.

"Oberstes Ziel aller Regulierungsmaßnahmen muss es sein, den Verbraucher so schnell wie möglich zu entlasten. Die Anreizregulierung ist dazu ein geeigneter Weg, auch wenn er sehr spät eingeschlagen wird", kommentierte Manfred Panitz, geschäftsführendes Vorstandsmitglied des VEA. Der Entwurf sehe vor, den Energieversorgern stufenweise sinkende Höchstgrenzen für ihre Erlöse vorzuschreiben. Dadurch sollen die Effizienzunterschiede zwischen den Unternehmen abgebaut werden. "Bislang haben sich die Betreiber in einer Art wettbewerbsfreiem Raum bewegt und haben hohe Gewinne über hohe Preise und nicht über effiziente Strukturen verwirklicht", bringt es Panitz auf den Punkt. Deshalb sei es in Ordnung, dass über ein Anreizsystem ein Marktsystem zumindest analysiert werde.

Davon würden letztlich auch die Energieversorger profitieren, die schon lang kostenbewusst gearbeitet hätten. "Außerdem erhalten so Neueinsteiger im Markt endlich eine faire Chance", erläuterte Panitz. Er erwartet dadurch allerdings kurzfristig keine Entlastung für die Strom- und Gaspreise, zumindest aber "eine Stabilisierung und die Gewähr, dass die Energieversorger die Preise nicht mehr willkürlich gestalten können".