Mehr Transparenz

VDN: Netzentgelte werden vergleichbar

Streitpunkt Netznutzungsentgelte: Aufgrund von Bevölkerungsdichte und Verkabelungsgrad gibt es nach Angaben des Verbands der Netzbetreiber Preisunterschiede. Aber durch das entwickelte System der Strukturklassen, das die Unterschiede klar wider spiegele, würde der Strommarkt insgesamt transparenter.

Netzausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com

Die unterschiedlichen Netznutzungsentgelte in Deutschland bleiben in der Diskussion. Wichtige Gründe für die Preisunterschiede seien Bevölkerungsdichte und Verkabelungsgrad, argumentiert der Verband der Netzbetreiber (VDN). Das derzeit entwickelte System der Strukturklassen spiegele diese Unterschiede wider und sorge für mehr Transparenz im Strommarkt, ist sich die im Verband der Elektrizitätswirtschaft (VDEW) angesiedelte Vereinigung sicher.

"Stromversorger und Netznutzer haben in der Verbändevereinbarung vom Dezember 2001 Strukturklassen festgelegt. Die Höhe der Netzgebühr richtet sich nach der regional gültigen Strukturklasse", erklärt VDN-Geschäftsführer Konstantin Staschus. Damit stehe Stromanbietern eine Kalkulationsgrundlage, Gutachtern und Verbänden eine einheitliche Vergleichsbasis zur Verfügung. Dabei seien die Bedingungen des Netzbetriebs regional sehr verschieden: Auf dem Land müsse ein Netzbetreiber für jeden Kunden mehr Kilometer Stromleitung investieren als in Ballungsräumen. Andererseits sei das Verlegen von Leitungen in den Städten teurer. Freileitungen seien überwiegend kostengünstiger als Erdkabel. "Aus den Kostenunterschieden für die Errichtung der Netze ergeben sich Preisunterschiede bei der Netznutzung", argumentiert Staschus abschließend.