Ende des Investitionstaus

VDMA zufrieden mit EEG und Emissionhandel

Der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) ist zufrieden mit der Novellierung des Erneuerbare-Energien-Gesetz und auch mit der Ausgestaltung des Emissionshandels. Damit könne der Investitionsstau im Kraftwerksbau aufgehoben werden.

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Frankfurt (red) - Als ein "positives Signal" bezeichnete der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) die Verabschiedung der EEG-Novelle am vergangenen Freitag im Bundestag. Der Verband begrüßt zudem das Ende der Diskussionen um die Ausgestaltung des Emissionshandels.

"Nach dem monatelangen Ringen um die EEG-Novelle ist nun für Investoren und damit auch für die herstellende Industrie wieder Planungssicherheit gegeben", sagte Thorsten Herdan, Geschäftsführer des Fachverbands Power Systems im VDMA, zur EEG-Novelle. Sie wird seiner Meinung nach insbesondere bei der Bioenergiebranche zu einem deutlichen Wachstum führen. Auch die Begrenzung der EEG-Förderung auf windreiche Standorte, die sogenannte 60-Prozent-Regel, findet die Unterstützung von VDMA Power Systems. Allerdings werde die EEG-Regelung zur Wasserkraft keine nennenswerten Impulse für Neubauten oder Modernisierungsmaßnahmen liefern. Obwohl große Wasserkraftanlagen erstmals in den Geltungsbereich des EEG aufgenommen wurden, würden die Anforderungen an die Leistungssteigerung zu modernisierender Wasserkraftwerke eine nahezu unüberwindliche Hürde bilden. "Hier ist dringend Nachbesserung erforderlich", forderte Herdan.

"Eine der wichtigsten Ursachen für die Verunsicherung und den Investitionsstau im Kraftwerksbau ist damit beseitigt", kommentiert Herdan auch die Verabschiedungen der Regelungen zum Emissionshandel. "Durch die Übertragungsregelung, d.h. die Übertragung von Zertifikaten einer Altanlage für vier Betriebsjahre auf hocheffiziente Ersatzanlagen, wird erstmals ein starker Anreiz für die zügige Modernisierung des bestehenden Anlagenparks geschaffen."