Minus 13 Prozent

VDMA bilanziert Rückgang bei neu installierten Windenergieanlagen

In den ersten sechs Monaten dieses Jahres sind bundesweit 433 Windenergieanlagen installiert worden. Das sind 13 Prozent weniger als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Laut VDMA entspricht der Rückgang den Erwartungen, da die Neuregelung des EEG zu Investitionsverzögerungen geführt hätte.

Stromnetz Ausbau© Gina Sanders / Fotolia.com

Frankfurt/Main (ddp/sm) -Die Gesamtleistung der in Deutschland neu installierten Windenergieanlagen war von Januar bis Juni im Jahresvergleich rückläufig. Nach Angaben des Fachverbandes Power Systems im VDMA gingen bundesweit 433 Anlagen mit einer Gesamtleistung von etwa 729 Megawatt ans Netz. Gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres bedeutet das ein Minus von 13 Prozent.

Ende Juni waren damit zwischen Rügen und Allgäu 15 797 Windenergieanlagen mit einer Gesamtleistung von etwa 15 327 Megawatt installiert, was einer Steigerung gegenüber dem Stand Ende 2003 von fünf Prozent entspricht.

Der Rückgang von knapp 110 Megawatt im ersten Halbjahr gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspreche den Erwartungen, sagte Thorsten Herdan, Geschäftsführer des Fachverbands, in Frankfurt am Main. Durch die Novellierung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) sei es zu Verunsicherungen im Markt und damit zu Investitionsverzögerungen gekommen. Mit der stärkeren Orientierung auf das internationale Geschäft habe sich zugleich der starke Fokus auf den Inlandsmarkt abgeschwächt. Im Durchschnitt betrage die Exportquote der Hersteller inzwischen 30 Prozent, wobei einige von ihnen schon über die Hälfte ihrer Anlagen im Ausland errichten.

Die zunehmende Sättigung des Inlandmarktes könne derzeit noch nicht durch das so genannte Repowering - den Austausch älterer gegen neue, leistungsstärkere Anlagen - und das Offshore-Geschäft ausgeglichen werden, betonte Herdan. Die Verabschiedung der EEG-Novelle in der vergangenen Woche bringe aber Planungssicherheit. Die Branche erhoffe sich dadurch Impulse für den Inlandsmarkt und das zweite Halbjahr. Für das Gesamtjahr sei eine neu installierte Leistung von knapp 2200 Megawatt zu erwarten, was aber immer noch weniger als im Vorjahr wäre.