Standpunkt

VDEW zur Verbändevereinbarung Gas: Selbstregulierung im Strommarkt funktioniert

Der Verband der Elektrizitätswirtschaft bedauert das Scheitern der Verbändevereinbarung Gas. Die Ankündigung des Wirtschaftsministers, nun eine Regulierungsbehörde einzusetzen, stelle allerdings die Verbändevereinbarung Strom nicht in Frage, betonte VDEW-Chef Meller auf der Hannover Messe. Der Wettbewerb auf dem Strommarkt sei gesichert.

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"Mit Bedauern reagiert die deutsche Stromwirtschaft auf die Nachricht, dass die Verbändevereinbarung der Gaswirtschaft am Montag nicht wie vorgesehen unterschrieben werden konnte". Das erklärt der Verband der Elektrizitätswirtschaft (VDEW) in einer ersten Stellungnahme.

"Die Verbändevereinbarung Strom ist durch das eventuelle Scheitern der Vereinbarung für den Gasmarkt nicht in Frage gestellt", betont allerdings VDEW-Hauptgeschäftsführer Eberhard Meller. Grund: Zum einen seien die technischen Probleme in der Gasindustrie komplexer, und zum anderen müsse der größte Teil der Gasressourcen importiert werden. Entscheidend ist laut VDEW jedoch, dass sich die Verbändevereinbarung Strom in den vergangenen vier Jahren bewährt hat. Meller: "Die Strommärkte in Deutschland sind so schnell wie in keinem anderen Land der europäischen Gemeinschaft geöffnet worden. Die Verbändevereinbarung Strom, die inzwischen in der dritten weiterentwickelten Fassung gilt, hat sich als eine tragfähige und dauerhafte Basis für die Sicherung des Wettbewerbs auf dem Strommarkt erwiesen."