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VDEW: Zeitumstellung hat fast keine Energieeinsparung gebracht

Am kommenden Wochenende werden die Uhren wieder von Sommer- auf Winterzeit umgestellt. Damit soll das Tageslicht besser genutzt und somit Energie gespart werden. Jedoch bringt die Zeitumstellung fast keine Stromeinsparung, meint der Verband der Elektrizitätswirtschaft (VDEW).

Netzausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com

Berlin (red) - "Seit Jahren können die Stromversorger kaum eine Sparwirkung durch den Dreh am Zeiger erkennen", erklärt Eberhard Meller, Hauptgeschäftsführer VDEW). Die Einführung der Sommerzeit habe darauf abgezielt, das Tageslicht besser zu nutzen, um so Energie zu sparen.

"Durch die längere Helligkeit wird zwar beispielsweise elektrisches Licht gespart, dafür aber wieder mehr Energie bei Freizeitaktivitäten am Abend verbraucht", erläuterte Meller. Außerdem sei das Sparpotential bei Licht, das ohnehin nur etwa ein Prozent des Stromverbrauchs betrage, inzwischen gesunken, da Energiesparlampen immer weiter verbreitet seien.

Über die Auswirkungen der Zeitumstellung in Europa werde die EU-Kommission bis Ende des Jahres einen Abschlussbericht vorlegen. Meller weiter: "Für das reibungslose Funktionieren eines angestrebten EU-Energiebinnenmarktes müssen Anfang und Ende der Sommerzeit in der gesamten EU auch weiterhin einheitlich geregelt bleiben."

2007 endet die Sommerzeit am 28. Oktober. Dann werden in Deutschland die Uhren um drei Uhr nachts um eine Stunde auf Winterzeit zurückgestellt. Die nächste Zeitumstellung von Winter- auf Sommerzeit erfolgt am 30. März 2008.