CO2-Minderung

VDEW zeigt Energiewirtschaftliches Gesamtkonzept zum Klimaschutz

Deutschland kann lauf dem Verband der Elektrizitätswirtschaft (VDEW) die Ziele zur Minderung der CO2-Emissionen um 30 Prozent bis zum Jahr 2030 unter Beachtung bestimmter Rahmenbedingungen schaffen. Dazu müssten Erneuerbare Energien künftig effizienter und Kernenergie weiterhin nutzen werden.

Netzausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com

Berlin (red) - Zum erreichen der Klimaziele seien vier politische Maßnahmen nötig: "Ein effizienterer Ausbau der erneuerbaren Energien, das Schaffen von Instrumenten zur CO2-Emissionsminderung im Bereich Haushalte und Verkehr, die Investitionsförderung in moderne und effiziente Kohlekraftwerke und eine Laufzeitverlängerung der Kernkraftwerke in Deutschland." Dies erklärte VDEW-Hauptgeschäftsführer Eberhard Meller als Ergebnis aus der Studie Energiewirtschaftliches Gesamtkonzept 2030 zum Klimaschutz.

Grundvoraussetzung für die angestrebte Minderung der CO2-Emissionen sei außerdem, dass eine internationale Regelung nach Auslaufen des Kyoto-Protokolls 2012 gefunden werde. "Deutsche Alleingänge werden nichts bringen. Deshalb unterstützen wir ausdrücklich die Aktivitäten der Bundesregierung für einen schnellen Abschluss der internationalen Klimaschutzverhandlungen", betonte Meller.

Eine der Szenarienrechnungen der Studie ergibt nach Angaben des VDEW, dass rein rechnerisch die ambitionierten Klimaschutzziele auf Basis eines verstärkten Ausbaus von erneuerbaren Energien und mit Kernenergieausstieg erreichbar sind. Um hier jedoch zu vermeiden, dass im Jahr 2030 zur Aufrechterhaltung der Netzstabilität bis zu etwa 20 Prozent der Stromerzeugung aus Windenergie abgeschaltet werden müssten, seien erhebliche technische Entwicklungen und Investitionen zur Integration der Erneuerbaren in das Versorgungssystem erforderlich. Hierfür könnten bis zum Jahr 2030 Lösungen gefunden werden.