Erneuerbare nicht zum Nulltarif

VDEW: Wettbewerb auf dem Strommarkt funktioniert

Der VDEW ist weiterhin der Meinung, dass der Wettbewerb auf dem deutschen Strommarkt funktioniert. Gleichzeitig sei jedoch der staatlich gewollte Anteil der erneuerbaren Energien an der Stromversorgung nicht zum Nulltarif zu haben. Überhaupt sei auch der Staat für die hohen Strompreise verantwortlich.

Stromtarife© Andre Bonn / Fotolia.com

Berlin (red) - "Der staatlich gewollte Anteil der erneuerbaren Energien an der deutschen Stromversorgung ist nicht zum Nulltarif zu haben", erklärte Eberhard Meller, Hauptgeschäftsführer des Verbandes der Elektrizitätswirtschaft (VDEW), kürzlich in Berlin. Allein im Jahr 2004 habe die Förderung von Wind-, Solar- und Biomassekraftwerken knapp 2,4 Milliarden Euro gekostet.

Da sei im Vergleich zu 2003 ein Plus von über 20 Prozent, führte Meller aus. Und es sei bereits heute absehbar, dass dieser Betrag in den nächsten Jahren auf über sechs Milliarden Euro steigen werde.

Seiner Meinung nach ist der Staat "in erheblichem Umfang" für die Steigerung des Strompreises verantwortlich. "Rund 40 Prozent entfallen bei einem Durchschnittshaushalt inzwischen auf staatliche Abgaben und Steuern", erklärte der VDEW-Hauptgeschäftsführer. Er bekräftigte die Auffassung der Stromwirtschaft, dass der Wettbewerb auf dem Strommarkt funktioniere. Deshalb könne sich Deutschland auch dem europaweiten Trend steigenderPreise auf den Energiemärkten nicht entziehen.

Allerdings bekenne sich der VDEW ausdrücklich zu den erneuerbaren Energien. "Sie sind ein fester Bestandteil im Energiemix der deutschen Stromwirtschaft", betonte Meller. Dennoch sollte über eine marktorientiertere und effizientere Förderung nachgedacht werden.