Unter langjährigem Durchschnitt

VDEW: Stromverbrauch 2006 nur leicht gestiegen

Der Stromverbrauch in Deutschland ist im vergangenen Jahr um 0,7 Prozent gestiegen, damit liegt er unter dem langjährigen Mittel von 0,9 Prozent. Außerdem liegt er damit deutlich unter dem Wachstums des BIP, womit der Trend zur Entkopplung von Energieverbauch und Wirtschaftswachstum fortgesetzt wird.

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Berlin (ddp/sm) - In Deutschland ist im vergangenen Jahr mehr Strom verbraucht worden als 2005. Insgesamt wuchs der Stromverbrauch um 0,7 Prozent auf 540 Milliarden Kilowattstunden, wie der Verband der Elektrizitätswirtschaft (VDEW) mitteilt. Der Anstieg sei damit nahezu so hoch ausgefallen wie von 2004 auf 2005 mit 0,6 Prozent. Allerdings habe er damit unter dem langjährigen Mittel von 0,9 Prozent gelegen.

Der Anstieg des Stromverbrauchs fiel zudem deutlich geringer aus als der Zuwachs beim Bruttoinlandsprodukt, das 2,7 Prozent betragen hat. Damit habe sich der Trend zur Entkopplung von Energieverbrauch und Wirtschaftswachstum in Deutschland weiter fortgesetzt, sagte VDEW-Hauptgeschäftsführer Eberhard Meller. Der Branchenverband, der rund 750 Stromunternehmen vertritt, sieht den Grund für diese Entwicklung vor allem in der immer effizienteren Stromnutzung bei Betrieben und Haushalten gleichermaßen.

Auch die veränderte Wirtschaftsstruktur mit weniger industrieller Produktion und mehr Dienstleistungsunternehmen trage zur Verringerung der Energieintensität bei und dämpfe den Anstieg des Stromverbrauchs zusätzlich, hieß es von VDEW-Seite. Die Branche erwarte mittelfristig beim Stromverbrauch nur noch ein Plus von durchschnittlich 0,5 Prozent pro Jahr.