Anhörung

VDEW: Strommarkt Deutschland Bewährung bestanden

Nach Auffassung des VDEW hat der deutsche Strommarkt europaweit die stärkste Dynamik entwickelt. Nach Berechnungen des Verbandes hätte bisher etwa zwei Prozent der deutschen Haushalte den Stromanbieter gewechselt. Grund für das geringe Interesse: Starke Kundenbindung.

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"Der freie Wettbewerb im deutschen Strommarkt hat europaweit die stärkste Dynamik entwickelt. Davon profitieren in erster Linie die Stromkunden." Davon zeigte sich Eberhard Meller, Hauptgeschäftsführer des Verbandes der Elektrizitätswirtschaft (VDEW) gestern bei der Anhörung zur Neuregelung des Energiewirtschaftsrechts vor dem Wirtschaftsausschuss des Bundestages überzeugt.

Mit Preissenkungen für Haushalte bis 20 Prozent und für Industrie und Gewerbe bis 40 Prozent zementierte er die Wettbewerbserfolge. Der derzeitige Preisanstieg sei unter anderem auf politisch verursachte Sonderlasten zurückzuführen, gab Meller die Schuldfrage weiter. Und er steuerte interessante Zahlen bei: Nach VDEW-Marktuntersuchungen habe bisher etwa eine Million (etwa zwei Prozent) der 43 Millionen Haushalts- und Gewerbekunden ihren angestammten Stromversorger gewechselt. Im Gegensatz zu den neuen Anbietern, die in diesem Zusammenhang immer von Blockade der Altversorger sprechen, sieht der VDEW in der starken Kundenbindung, Preisnachlässen, neuen Produkten und Angeboten beim angestammten Stromversorger die Hauptgründe für das geringe Interesse.