Neue Handelsstrukturen

VDEW: Strombörsen gewinnen für den Wettbewerb an Bedeutung

Nach Einschätzung des Branchenverbandes VDEW gewinnen die Strombörsen für den europäischen Wettbewerb im Strommarkt immer weiter an Bedeutung. Den gesamten deutschen Stromhandel schätzt VDEW für 2001 auf nahezu 2500 Milliarden Kilowattstunden, etwa das Fünffache des Verbrauchs in Deutschland.

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Der Wettbewerb im europäischen Strommarkt bringt neue Handelsstrukturen: Seit Anfang der 90er Jahre entstanden nahezu ein Dutzend Strombörsen in Europa und weitere sind in Vorbereitung. Das meldet der Verband der Elektrizitätswirtschaft (VDEW), Berlin.

Größte und älteste europäische Strombörse sei die 1993 gegründete skandinavische NordPool mit einem Handelsvolumen von über 20 Prozent des skandinavischen Stromverbrauchs. Die neu fusionierte deutsche Strombörse European Energy Exchange (EEX) in Leipzig hat 111 Teilnehmer und im Spothandel ein Volumen von fast sieben Prozent des deutschen Stromverbrauchs, berichtet VDEW.

Zusätzlich zum Spotmarkt, in dem Stromkontrakte für den folgenden Tag geschlossen werden, bieten die Strombörsen zunehmend einen längerfristigen Terminhandel zur Risikoabsicherung an. Den gesamten deutschen Stromhandel schätzt VDEW für 2001 auf nahezu 2500 Milliarden Kilowattstunden, etwa das Fünffache des Verbrauchs in Deutschland. Dabei dominiere der bilaterale außerbörsliche Handel, das OTC-Geschäft.