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VDEW: Regenerative Stromproduktion um ein Drittel gestiegen

Die Stromproduktion aus erneuerbaren Energien stieg nach ersten Schätzungen des Verbandes der Elektrizitätswirtschaft (VDEW) im ersten Halbjahr um gut 34 Prozent auf 41,6 Milliarden Kilowattstunden. Für den künftigen Ausbau schläft der Verband ein europaweit einheitlichen Fördersystems vor

Stromnetz Ausbau© Gina Sanders / Fotolia.com

Berlin (red) - Im Vorjahreszeitraum wurden nur 31 Milliarden Kilowattstunden regenerativ gewonnen. Mit der Steigerung von 34 Prozent liegt der Anteil der erneuerbaren Energien an der deutschen Stromproduktion bei 13,3 Prozent, während es im Vorjahr nur 9,7 Prozent waren. Nach der Studie 2030, die der VDEW initiiert hat, wird dieser Anteil auch in Zukunft weiter steigen.

Jedoch könnten die Erneuerbaren nur "langfristig einen relevanten Beitrag zur europäischen Energieversorgung leisten, wenn sie effizienter - das heißt an den günstigsten Standorten - genutzt werden", so VDEW-Hauptgeschäftsführer Eberhard Meller. Daher schlägt die deutsche Elektrizitätswirtschaft die Einführung eines europaweit einheitlichen Fördersystems vor.

In Deutschland würden in Zukunft vor allem die Windenergieanlagen in Nord- und Ostsee sowie Biomasse- und Photovoltaikanlagen verstärkt Strom erzeugen. "Die derzeitige Förderpolitik muss jedoch den künftigen Anforderungen eines europaweiten Energiebinnenmarktes angepasst werden", so Meller. Der weiterhin starke Ausbau der erneuerbaren Energien erfordere einen deutlichen Kurswechsel bei den Förderinstrumenten. "Die Politik darf nicht länger einseitig nur auf den Mengenzuwachs bei den Erneuerbaren zielen", betonte der VDEW-Hauptgeschäftsführer.

Im Zuge der geplanten EEG-Novelle müssten die Weichen für ein eher marktwirtschaftlich ausgerichtetes System zur Förderung der regenerativen Energien gestellt werden, so der VDEW. Für eine effiziente Integration der erneuerbaren Energien in das Stromversorgungssystem seien zudem verstärkte Anstrengungen zur Entwicklung von Speichertechnologien erforderlich. "Der VDEW prüft derzeit intensiv alternative Konzepte wie beispielsweise den Einsatz von Strom im Verkehrssektor", so Meller.