Mehrkosten

VDEW: Ökostrom-Förderung macht Energie für Verbraucher teurer

Laut Verband der Elektrizitätswirtschaft (VDEW) führt die Förderung von Ökostrom auch in diesem Jahr für den Verbraucher zu Mehrkosten. Die Belastungen würden um zehn Prozent auf 2,4 Milliarden Euro steigen. Dem widerspricht allerdings der Bundesverband Erneuerbare Energien und spricht von Abzocke.

Stromzähler© Gina Sanders / Fotolia.com

Berlin (ddp/sm) - Die Förderung von Ökostrom führt für Verbraucher in diesem Jahr erneut zu Mehrkosten. Die Belastung auf Grund der Vorgaben des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) steigt im Vergleich zu 2004 um knapp zehn Prozent auf 2,4 Milliarden Euro, wie der Verband der Elektrizitätswirtschaft (VDEW) am Montag in Berlin aufgrund erster Schätzungen mitteilte.

Die Mehrkosten hätten die meisten Stromanbieter bereits in den jüngsten Preiserhöhungen berücksichtigt, so dass aufgrund dieser Mehrkosten nicht mit höheren Preisen zu rechnen sei. Die staatliche Belastung der Strompreise ohne Mehrwertsteuer beziffert der Verband für dieses Jahr auf knapp 12,0 Milliarden Euro, wovon 6,6 Milliarden Euro auf die Stromsteuer und 2,4 Milliarden Euro auf das EEG entfallen.

Anderer Meinung ist indes der Bundesverband Erneuerbare Energien (BEE). "Der VDEW erzählt Unsinn! Die Ökostromerzeugung in Deutschland führt im Jahr 2005 nicht zu Strompreiserhöhungen. Energieversorger, die Preiserhöhungen dennoch mit der Einspeisung erneuerbarer Energien begründen, lenken nur von anderen Motiven wie der aktuellen Steigerung ihrer Unternehmensgewinne ab", kommentierte BEE-Geschäftsführer Milan Nitzschke. Als Faustformel für 2005 gelte: Wer in diesem Jahr eine EEG-Umlage von mehr als einem halben Cent pro Kilowattstunde bezahlt, wird abgezockt.