Beispiel deutscher Stromversorger

VDEW: Mehr Transparenz im europäischen Strommarkt

Der Verbands der Elektrizitätswirtschaft (VDEW) weist auf die zunehmende Transparenz im europäischen Strommarkt hin: Niederländische Unternehmen veröffentlichten seit Oktober marktrelevante Erzeugerdaten an der nationalen Strombörse. Stromversorger in Frankreich, Belgien und Luxemburg sollen folgen.

Strompreise© Gina Sanders / Fotolia.com

Berlin (red) - Sie folgten damit dem Beispiel der deutschen Kraftwerksbetreiber, die bereits seit April Betriebsdaten über die Internet-Homepage der European Energy Exchange (EEX) veröffentlichen, so der VDEW. "Beim Thema Markttransparenz zeigt sich deutlich die Vorreiterrolle der deutschen Stromwirtschaft. Wir haben schon frühzeitig ein klares Signal gesetzt, dass die Branche den europaweiten Wettbewerbunterstützt und fördert", erklärte VDEW-Hauptgeschäftsführer Eberhard Meller.

"Ein Kernelement liberalisierter, wettbewerblicher Elektrizitätsmärkte ist ein funktionierender und effizienter Stromhandel, der durch seine europaweite Ausrichtung eine Integration der einzelnen nationalen Märkte ermöglicht", so Meller. Der Zugang zu marktrelevanten Informationen sei dabei eine Grundvoraussetzung: Er verbessere das Marktverständnis, gewährleiste einen gleichberechtigten Markteintritt für alle Beteiligten und fördere so die Liquidität im Stromhandel. "Transparenz ist ein zentraler Baustein zur Förderung des europaweiten Wettbewerbs im Strommarkt", betonte Meller. Daher hat heute der Vorstandsrat des VDEW all seinen Mitgliedsunternehmen empfohlen, sich dieser Transparenzoffensiveanzuschließen. Ziel sei eine möglichst branchenweite Datenmeldung einschließlich der industriellen Erzeuger.

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