Mittlere und große Anlagen

VDEW: KWK braucht mehr staatliche Förderung

KWK könne ein "wesentlicher Baustein einer nachhaltigen Energieversorgung sein", meint VDEW-Chef Eberhard Meller. Darum müsse der Staat mehr Impulse für eine verstärkte Entwicklung geben. Dabei sollen nach Ansicht des VDEW aber nicht nur kleine, sondern vor allem auch mittlere und große Anlagen gefördert werden.

Stromtarife© Andre Bonn / Fotolia.com

Berlin (red) - Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) brauche eine staatliche Förderung mit Augenmaß "und keine Blockadepolitik", so Eberhard Meller, Hauptgeschäftsführer des Verbandes der Elektrizitätswirtschaft (VDEW), Berlin, zur geplanten Novelle des Kraft-Wärme-Kopplungs-Gesetzes.

Die staatliche Förderung habe Impulse für die verstärkte Entwicklung der KWK gegeben. Laut dem Bericht zur Zwischenüberprüfung der Bundesministerien habe die Stromwirtschaft ihr Zwischenziel zur CO2-Minderung "im Rahmen der KWK-Vereinbarung voll erfüllt", betonte Meller. "Die zugesagte Emissionsminderung für 2005 wurde erreicht, der Anlagenbestand gesichert und die Markteinführung von kleinen Blockheizkraftwerken und Brennstoffzellen gefördert."

Nun komme es darauf an, die künftige KWK-Förderung wettbewerbskonform und effizient weiterzuentwickeln. "Bis zur Entwicklung eines klimapolitischen Gesamtkonzeptes ist die befristete Fortführung der staatlichen Förderung der KWK eine wichtige Option", so Meller weiter. Wenn die Politik die KWK fördern wolle, dürfe sie das aber nicht halbherzig planen.

Eine Begrenzung der Förderung auf kleinere Anlagen sei mit den Klimaschutz-Zielen "nicht vereinbar", erläuterte Meller. "Gerade die mittleren und großen KWK-Anlagen der Stadtwerke tragen maßgeblich zur Emissionsminderung bei." Hier seien auch in Zukunft große Potentiale zu erwarten. "Wer die größeren Anlagen bei der staatlichen Förderungunberücksichtigt lassen will, schwächt den Klimaschutz und verprellt Investoren", kritisierte der VDEW-Chef abschließend.