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VDEW-Kundenmonitor: Mehrheit befürwortet Atomausstieg

Wie das ipos-Institut im Auftrag des VDEW ermittelt hat, sind 65 Prozent der Wahlberechtigten mit dem geplanten Atomausstieg einverstanden. 27 Prozent empfinden das Vorhaben als "eher schlecht".

Stromtarife© Andre Bonn / Fotolia.com

Die große Mehrheit der Bundesbürger ist mit der Vereinbarung zum befristeten Betrieb der Kernkraftwerke einverstanden: 65 Prozent der Wahlberechtigten befürworten den Kompromiss, der Anfang 2002 mit dem neuen Atomgesetz umgesetzt wurde. Das ermittelte das ipos-Institut, Mannheim, im November 2001 bundesweit repräsentativ für den Verband der Elektrizitätswirtschaft (VDEW), Berlin.

27 Prozent der Bürger bewerteten in der Studie das neue Atomgesetz als "eher schlecht". Von diesen Kritikern sprachen sich 19 Prozent für einen längeren Betrieb der Anlagen aus, berichtet VDEW. Nur acht Prozent aller Befragten wünschten dagegen ein schnelleres Abschalten der Kernkraftwerke in Deutschland. Die 19 Kernkraftblöcke stellten laut VDEW 2001 wieder etwa ein Drittel der Produktion der deutschen Stromversorger: Mit nahezu 170 Milliarden Kilowattstunden war es – wie bereits gemeldet - die höchste Erzeugung seit Beginn des Kernenergiebetriebes 1961.