Nationale Umsetzung

VDEW: Klimaschutz mit Selbstverpflichtung und Zertifikatehandel stärken

Der VDEW zeigte sich erfreut darüber, dass die praktische Umsetzung der EU-Entscheidung zum Handel mit Emissionszertifikaten Raum für nationale Instrumente lasse. Nun käme es darauf an, wie das in den Augen des VDEW erfolgreiche Instrument Selbstverpflichtung innerhalb der freiwilligen Handelsphase bis 2007 weitergeführt werden kann.

Stromtarife© Andre Bonn / Fotolia.com

Die deutsche Stromwirtschaft sieht ihre Forderungen an die EU-Umweltminister zur Einführung eines EU-weiten Handels mit Emissionszertifikaten ab 2005 zum Teil berücksichtigt. "Entscheidend für die Stromwirtschaft ist aber, wie die deutsche Politik den Beschluss der EU-Umweltminister umsetzt und mit der erfolgreichen deutschen Selbstverpflichtung zur Klimavorsorge vereinbar macht", erklärte der Verband der Elektrizitätswirtschaft (VDEW) zur Entscheidung des EU-Umweltministerrates vom 9. Dezember 2002.

Die praktische Umsetzung der EU-Entscheidung lasse Raum für nationale Instrumente. "Nun kommt es darauf an, wie das erfolgreiche Instrument Selbstverpflichtung innerhalb der freiwilligen Handelsphase bis 2007 weitergeführt werden kann", betont VDEW-Hauptgeschäftsführer Eberhard Meller. "Positiv für die Strombranche ist, dass der Zertifikatehandel die bereits erreichten Erfolge beim Klimaschutz anerkennt", hebt Meller hervor.

Deutschland habe seine Kohlendioxid-Emissionen seit 1990 bereits um 19 Prozent gemindert und stehe damit knapp vor dem Ziel der Vereinbarung innerhalb der EU-Mitgliedsstaaten von 21 Prozent Minderung bis 2012. In vielen anderen EU-Ländern seien hingegen in den letzten zehn Jahren die Emissionen gestiegen. "Zur Kohlendioxid-Minderung in Deutschland hat die Energiewirtschaft mit 16 Prozent einen erheblichen Betrag geleistet," zeigte sich Meller überzeugt.