Strompreis nach Angebot und Nachfrage

VDEW für mehr Wettbewerb im EU-Energiebinnenmarkt

Der Verband der Elektrizitätswirtschaft (VDEW) hat jetzt gefordert, dass die bestehenden Richtlinien im Energiesektor in allen Mitgliedsstaaten der Europäischen Union (EU) vollständig umgesetzt werden. Eine sinnvolle Ergänzung sei die Schaffung regionaler Märkte, etwa ein nordwesteuropäischer Strommarkt.

Stromzähler© Gina Sanders / Fotolia.com

Berlin (red) - "Erst die komplette Umsetzung der vorhandenen, europäischen Gesetzgebung schafft die Voraussetzungen für einen funktionierenden EU-Energiebinnenmarkt und mehr Wettbewerb", erklärte VDEW-Hauptgeschäftsführer Eberhard Meller. Parallel dazu sei die Schaffung regionaler Märkte sinnvoll. So sei der Ausbau eines Nordwesteuropäischen Strommarktes zwischen Deutschland, Frankreich und den Benelux-Staaten als positives Beispiel auch vom EU-Energieministerrat gelobt worden.

Von der Gründung der "North-West-European Market Parties Platform" durch die Elektrizitätsverbände der beteiligten Staaten, darunter auch der VDEW, verspreche sich die deutsche Energiebranche deutliche Impulse. "In diesem Forum erarbeiten wir für die Marktteilnehmer fortlaufend Vorschläge, wie der Stromaustausch zwischen Deutschland, Frankreich und den Benelux-Staaten weiter verbessert werden kann", erläuterte Meller.

Meller beklagt jedoch die staatlich regulierten Strompreise in vielen Mitgliedsstaaten. Sie würden ausländischen Wettbewerbern den Markteintritt erschweren und für "Verzerrungen" auf dem Markt sorgen. Die Anwendung der EU-Vorgaben würde diese "Diskriminierung" vermeiden und eine Strompreisbildung nach Angebot und Nachfrage bilden, so der Verbandschef.

Weiterführende Links